Elon Musk News: Milliardär begräbt seine Pläne für eigene Partei

Tranzparenz
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Elon Musk hatte Pläne, eine neue Partei zu gründen, die unzufriedene Wähler von Demokraten und Republikanern anziehen sollte und sich pro Bitcoin positionieren würde. Jetzt zieht er sich jedoch zurück. Der Unternehmer fürchtet, Republikaner zu verprellen und gefährdet damit wichtige Allianzen. Seine Nähe zu Vizepräsident JD Vance und sein Verhältnis zu Donald Trump spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Musk zieht sich überraschend zurück

Elon Musk hat seine politischen Pläne vorerst gestoppt. Noch vor wenigen Wochen kündigte er an, die „America Party“ gründen zu wollen. Ziel war es, eine Alternative für unzufriedene Wähler zu schaffen, die weder Republikanern noch Demokraten vertrauen. Auch dabei besonders im Fokus: Die generelle Abkehr von FIAT-Geld und dafür einen starken Support für Bitcoin. Nun aber zeigt sich Musk zurückhaltend. Laut Insidern fürchtet er, durch eine eigene Partei wichtige Republikaner gegen sich aufzubringen. Diese könnten sich von ihm abwenden, wenn er Wählerstimmen aus dem konservativen Lager abzieht.

Für Musk steht viel auf dem Spiel. Seine Unternehmen sind eng mit staatlichen Aufträgen und politischen Entscheidungen verflochten. Er muss daher ein feines Gespür für politische Allianzen zeigen. Besonders riskant wäre eine offene Konfrontation mit einflussreichen Republikanern, die er bei den letzten Wahlen noch unterstützt hat. Statt auf Konfrontation setzt Musk nun offenbar auf eine vorsichtigere Strategie, die seine Geschäftsinteressen schützt.

Die Rolle von JD Vance

Ein zentraler Faktor für Musks Zögern ist seine Beziehung zu Vizepräsident JD Vance. Vance gilt als möglicher Nachfolger der Trump-Bewegung und könnte selbst Ambitionen auf die Präsidentschaft 2028 haben. Musk weiß, dass eine eigene Partei seine Nähe zu Vance massiv belasten würde. Er hat in den letzten Wochen den Kontakt zu ihm intensiviert und macht deutlich, dass er Vance nicht brüskieren will.

Insider berichten, Musk könnte sogar bereit sein, einen Teil seines gewaltigen Vermögens einzusetzen, um Vance bei einer möglichen Kandidatur zu unterstützen. Schon 2024 hatte Musk fast 300 Millionen Dollar für Trump und andere Republikaner ausgegeben. Eine Partei, die sich gegen die GOP richtet, würde diese Linie durchbrechen und Vance potenziell schwächen. Für Musk scheint Loyalität in diesem Moment wichtiger zu sein als politisches Abenteuer.

Signale der Entspannung mit Trump

Musk und Donald Trump lagen zuletzt öffentlich im Streit. Musk warf dem Präsidenten vor, ohne seine Unterstützung nie ins Amt gekommen zu sein, und kritisierte dessen Ausgabenpolitik. Auch über soziale Medien wurden harte Worte gewechselt. Doch inzwischen deutet vieles auf eine Beruhigung des Verhältnisses hin. Beide Seiten haben aufgehört, sich gegenseitig öffentlich anzugreifen.

Trump lobte sogar Musks Unternehmen und betonte, ihr Erfolg sei wichtig für die USA. Auch drohende Schritte, Musk die wichtigen Regierungsaufträge zu entziehen, sind vorerst vom Tisch. Eine Überprüfung der SpaceX-Verträge ergab, dass diese für Verteidigungsministerium und NASA unverzichtbar sind. Musk profitiert zudem von neuen Regelungen, die Raketenstarts erleichtern. Politisch scheint er also wieder stärker auf die Seite der Republikaner zu rücken. Trump setzt sich ebenfalls weiterhin für die weitere Institutionalisierung von Krypto generell ein. Vor wenigen Tagen hat er zum Beispiel einen wichtigen Posten bei der FED mit einem Bitcoin-freundlichen Experten besetzt.

Ausgebremste Parteipläne

Noch im Juli versprach Musk seinen 200 Millionen Followern auf X, eine neue politische Bewegung zu starten. Die „America Party“ sollte schon bei den nächsten Wahlen Sitze im Kongress erobern. Doch konkrete Schritte sind ausgeblieben. Geplante Gespräche mit Experten für Drittkandidaturen wurden kurzfristig abgesagt. Offiziell hieß es, Musk wolle sich auf seine Unternehmen konzentrieren.

Die offene Frage nach einer Alternative

Trotz Musks Rückzug bleibt das Bedürfnis vieler Amerikaner nach einer Alternative zu den beiden großen Parteien bestehen. Unterstützer wie die Libertäre Partei sehen in Musk einen potenziellen Verbündeten. Sie warben offen dafür, dass er sich ihrer Bewegung anschließt, anstatt allein eine neue Partei zu gründen. Doch auch hier blieb jede Kontaktaufnahme unbeantwortet.

Der Vorsitzende der Libertären Partei sprach sogar von einer „gespenstischen Stille“. Auf staatlicher oder organisatorischer Ebene sei nichts in Bewegung. Für viele Beobachter ist das ein klares Zeichen, dass Musk zwar Aufmerksamkeit erzeugen kann, konkrete politische Arbeit aber nicht zu seinen Prioritäten gehört. Ob er sich in Zukunft noch einmal ernsthaft einmischt, bleibt offen.

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By Jakob Hofeditz

Seit 2018 ist Jakob in der Welt von Krypto und Blockchain unterwegs und ist für verschiedene Portale als Autor tätig. Besonders fasziniert ihn bei diesem Thema die Wechselwirkung mit der internationalen Wirtschaftspolitik, den Notenbanken und der Zukunft des Geldsystems.