Bitcoin bleibt auch Mitte 2026 massiv unter Druck. Nach einem zwischenzeitlichen Absturz bis in den Bereich um 60.000 US-Dollar verlor die größte Kryptowährung innerhalb einer Woche zeitweise rund 15 Prozent an Wert. Das Momentum bleibt schwach, die Marktstimmung ist angespannt und viele Altcoins notieren sogar mehr als 80 Prozent unter ihren Höchstständen.
Zwar konnte sich Bitcoin zuletzt wieder über 64.000 US-Dollar erholen, doch von einer nachhaltigen Trendwende kann bislang keine Rede sein. Der übergeordnete Abwärtstrend bleibt intakt, während die Volatilität hoch bleibt. Nun sorgt insbesondere eine neue Analyse von Galaxy Research für Aufmerksamkeit.
Die Analysten halten eine weitere Kapitulationsphase keineswegs für ausgeschlossen und sehen sogar deutlich tiefere Kursziele als aktuell am Markt eingepreist werden.
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Galaxy Research sieht Bitcoin-Tief bei 40.000 bis 46.000 US-Dollar
Galaxy Research argumentiert, dass der aktuelle Bitcoin-Zyklus historisch betrachtet noch nicht alle typischen Merkmale einer finalen Bodenbildung erfüllt. Nach Angaben der Analysten wurden bislang lediglich vier von insgesamt 13 historischen Bodensignalen ausgelöst. Aus diesem Grund sei es verfrüht, bereits vom Ende des Bärenmarktes zu sprechen.
Besonders auffällig ist dabei der Vergleich mit früheren Vierjahreszyklen. Im Zyklus 2013 bis 2015 verlor Bitcoin vom Hoch bis zum Tief rund 85 Prozent. Zwischen 2017 und 2018 lag der Rückgang bei 84 Prozent, während der Bärenmarkt 2021 bis 2022 einen Einbruch von 77 Prozent brachte. Im aktuellen Zyklus notiert Bitcoin bislang lediglich rund 51 Prozent unter dem Allzeithoch von 124.824 US-Dollar aus dem Oktober 2025.
🚨GALAXY WARNS BITCOIN COULD FALL TO $40K–$46K
Galaxy Research says Bitcoin may NOT have bottomed yet, with only 4 of 13 historical bottom signals triggered.
Its base case sees BTC finding a floor between $40,000 and $46,000 by late 2026, while deeper capitulation could send it… pic.twitter.com/DwgEzmvE1S
— Coin Bureau (@coinbureau) June 12, 2026
Historisch dauerte die Phase vom Zyklushoch bis zum endgültigen Tiefpunkt meist zwölf bis 13 Monate. Im aktuellen Zyklus sind bislang erst acht Monate vergangen. Daraus leitet Galaxy Research ein Basisszenario ab, bei dem Bitcoin erst gegen Ende des Jahres 2026 einen Boden zwischen 40.000 und 46.000 US-Dollar ausbildet.
Noch pessimistischer fällt das Stressszenario aus. Sollte es zu einer ausgeprägten Kapitulation an den Finanzmärkten kommen, halten die Analysten sogar einen Rückgang in den Bereich zwischen 30.000 und 37.000 US-Dollar für möglich. Die Argumentation stützt sich dabei vor allem auf historische Zyklusmuster und die bislang vergleichsweise moderate Korrektur gegenüber früheren Bärenmärkten.
Gleichzeitig betont Galaxy jedoch, dass es sich nicht um eine sichere Prognose handelt. Die zunehmende Bedeutung von Spot-ETFs, institutionellen Investoren und Bitcoin als globalem Makro-Asset könnte dafür sorgen, dass sich der aktuelle Zyklus deutlich von den vergangenen Marktphasen unterscheidet. Ob die historischen Muster erneut greifen, dürfte daher eine der entscheidenden Fragen für die kommenden Monate werden.
Sinkende Renditen und Ölpreise machen Bullen Hoffnung
Während einige Analysten vor einer weiteren Kapitulationsphase warnen, sehen andere Marktbeobachter das makroökonomische Umfeld zunehmend konstruktiv. Besonders der bekannte Krypto-Analyst Michaël van de Poppe verweist auf mehrere Faktoren, die sich zuletzt zugunsten von Risikoanlagen entwickelt haben. So sind die Anleiherenditen in den vergangenen Wochen gefallen, während auch die Ölpreise deutlich nachgegeben haben. Beides kann den Inflationsdruck reduzieren und den Zentralbanken künftig mehr Spielraum für eine lockerere Geldpolitik verschaffen.
Yields are coming down, Oil is coming down.
All of these signs are positive for #Crypto as an asset class to be turning the tables.
Probably we'll see a clear direction happening when #Bitcoin breaks $65,000, but overall, a peace deal in the Middle-East has a positive impact…
— Michaël van de Poppe (@CryptoMichNL) June 12, 2026
Historisch profitieren insbesondere Wachstumswerte, Technologieaktien und Kryptowährungen von einem Umfeld sinkender Renditen. Gleichzeitig könnte eine mögliche Entspannung im Nahen Osten die Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten reduzieren und die Risikobereitschaft der Investoren erhöhen.
Van de Poppe sieht daher die Chance, dass sich das Sentiment bei Bitcoin schrittweise verbessert. Ein wichtiger technischer Bereich bleibt für ihn die Zone um 65.000 US-Dollar. Sollte Bitcoin diese Marke nachhaltig zurückerobern, könnte dies weiteres Kapital anziehen und eine neue Aufwärtsbewegung auslösen. Aus seiner Sicht sprechen die aktuellen Makrodaten deshalb eher dafür, dass sich der Bärenmarkt seinem Ende nähert, auch wenn kurzfristige Schwankungen weiterhin wahrscheinlich bleiben.
Könnten neue Narrative Bitcoin wieder antreiben?
Für Bitcoin wäre in der aktuellen Marktphase vor allem eines wichtig: neue Nachfragequellen. Während sich viele Anleger auf die Kursentwicklung der größten Kryptowährung konzentrieren, suchen spekulative Investoren bereits nach Projekten, die von einem möglichen nächsten Aufschwung profitieren könnten. Gerade in schwachen Marktphasen achten viele Marktteilnehmer auf sogenannte relative Stärke – also Projekte, die trotz eines schwierigen Umfelds Kapital anziehen und Wachstum verzeichnen.
Ein Projekt, das derzeit häufig in diesem Zusammenhang genannt wird, ist Bitcoin Hyper. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin mit der Geschwindigkeit moderner Smart-Contract-Blockchains zu kombinieren. Im Mittelpunkt steht dabei eine Layer-2-Lösung, die auf einer Zero-Knowledge-Bridge basiert und Vermögenswerte zwischen Bitcoin und der zweiten Ebene transferieren soll. Dadurch sollen Transaktionen deutlich schneller und günstiger abgewickelt werden können, ohne auf die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks verzichten zu müssen.
Besonders interessant ist dabei der technologische Ansatz. Bitcoin Hyper setzt auf Komponenten, die an das Solana-Ökosystem erinnern und hohe Transaktionsgeschwindigkeiten ermöglichen sollen. Damit adressiert das Projekt einen Bereich, der von vielen Marktbeobachtern seit Jahren als Schwachstelle von Bitcoin angesehen wird: die eingeschränkte Nutzbarkeit für Anwendungen jenseits einfacher Werttransfers.
Auch die Nachfrageentwicklung fällt bislang bemerkenswert aus. Trotz des anhaltenden Bärenmarktes und der schwachen Marktstimmung konnte Bitcoin Hyper bereits rund 33 Millionen US-Dollar im laufenden Presale einsammeln. Das deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin bereit sind, Kapital in neue Infrastrukturprojekte zu investieren, sofern diese ein nachvollziehbares Konzept bieten.
Hinzu kommt ein Staking-Modell mit aktuell beworbenen Renditen von bis zu 36 Prozent APY, das zusätzliche Anreize für langfristige Investoren schaffen soll. Ob sich Bitcoin Hyper langfristig durchsetzen kann, bleibt offen. Die bisherigen Kapitalzuflüsse zeigen jedoch, dass innovative Bitcoin-nahe Projekte auch in einem schwierigen Marktumfeld Aufmerksamkeit gewinnen.
Ihr Kapital ist im Risiko.

