Uptober, war da was?: Warum Bitcoin im Oktober nicht liefert

Tranzparenz
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  • Bitcoin verliert im Oktober deutlich an Wert und bricht damit mit seiner sonst typischen Stärke in diesem Monat.
  • Analysten sehen klare Signale für eine anhaltende Korrekturphase.
  • Zwischen institutionellem Optimismus und globalen Risiken bleibt der Markt stark verunsichert.

Der Oktober galt in der Krypto-Welt lange als „Uptober“ – ein Monat, in dem Bitcoin und Co. regelmäßig starke Kursgewinne verzeichneten. Doch in diesem Jahr scheint alles anders zu laufen: Statt neuer Rekorde dominiert Ernüchterung. Die Anleger fragen sich nun, ob der Kryptoherbst 2025 bereits vor seinem Beginn gescheitert ist.

Bitcoin enttäuscht im Oktober

BTC liegt im Oktober rund vier Prozent im Minus – ein deutlicher Kontrast zu den durchschnittlichen 19,84 Prozent Gewinn, die der Monat historisch gebracht hat. Auch Ethereum und Solana zeigen Schwäche, während kleinere Altcoins teils zweistellige Verluste verbuchen. Anleger hatten nach dem Rekordstart des Monats auf eine neue Aufwärtswelle gehofft.

Doch die Euphorie war nur von kurzer Dauer. Nach einem rasanten Anstieg von 115.000 auf 126.200 US-Dollar brach der Kurs wieder ein. Der Grund: makroökonomische Spannungen und die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China. Diese Faktoren lösten einen massiven Ausverkauf aus, von dem sich der Markt bislang nicht erholt hat.

Makrotrends bremsen den Kryptomarkt

Während Aktienmärkte ihre Verluste längst wettgemacht haben, bleibt die Kryptobranche zurück. Der S&P 500 notiert wieder nahe seiner Allzeithochs, während Bitcoin um über 12 Prozent unter dem Monatsmaximum liegt. Viele Analysten sehen in dieser Divergenz ein Zeichen dafür, dass institutionelle Investoren momentan vorsichtig agieren.

Julio Moreno von CryptoQuant erklärt, dass nahezu alle On-Chain-Daten auf eine anhaltende Korrekturphase hindeuten. „Das Preisverhalten wirkt derzeit nicht konstruktiv“, sagt er. Laut seinen Berechnungen liegt Bitcoin nur noch knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt – einem zentralen Indikator für die langfristige Trendrichtung.

Fehlgeschlagene Rallyes und verunsicherte Anleger

Mehrere Versuche, den Widerstand bei 113.000 US-Dollar zu durchbrechen, sind in den letzten Tagen gescheitert. Besonders auffällig war der Dienstag, als Bitcoin innerhalb von zwei Stunden fast fünf Prozent zulegte, nur um die Gewinne noch am selben Tag wieder zu verlieren. Diese heftigen Schwankungen zeigen, wie nervös der Markt aktuell ist.

Wenny Cai von der Handelsplattform SynFutures sieht darin ein Symptom wachsender Unsicherheit. Die Märkte schwanken zwischen Hoffnung auf institutionelle Akzeptanz und Angst vor einer weiteren Verschärfung der globalen Liquiditätslage. Cai beschreibt das Verhalten als „typisch für eine Phase nach großflächigen Liquidationen“.

Zwischen Optimismus und Realität

Analysten betonen, dass viele Anleger den Kurssturz vom 10. Oktober noch nicht verdaut haben. Moreno spricht von einem psychologisch schwierigen Umfeld, in dem Marktteilnehmer zögern, neue Positionen aufzubauen. Der jüngste Kursrückgang habe viele Händler überrascht und das Vertrauen in eine rasche Erholung geschwächt.

Les hier, wieso einige Experten bei BTC noch dieses Jahr eine Rally bis 250k sehen.
Selbst die jüngste Entscheidung der US-Notenbank, die geldpolitische Straffung zu beenden, hat kaum für Entspannung gesorgt. Zwar hoffen einige Investoren auf eine baldige Zinssenkung, doch die anhaltende Unsicherheit über das globale Wirtschaftswachstum wiegt schwerer. Der Markt scheint zwischen vorsichtigem Optimismus und fundamentaler Skepsis zu schwanken.

Risiken bleiben hoch

Neben geopolitischen Spannungen belasten vor allem die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China die Stimmung. Laut Cai könnte ein weiterer Preisrückgang die Anfälligkeit der Krypto-Liquidität aufdecken. Besonders betroffen wären kleinere Börsen und Bitcoin-Miner, die bei sinkenden Kursen zunehmend unter Druck geraten könnten.

Bis diese Faktoren sich stabilisieren, wird die Volatilität wohl das bestimmende Merkmal des Marktes bleiben. Viele Analysten sehen darin eine notwendige Phase der Bereinigung, bevor ein nachhaltiger Aufwärtstrend wieder möglich wird. Für Anleger bedeutet das: Geduld, klare Risikostrategien und der Verzicht auf übermäßige Spekulation.

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Ihr Kapital ist im Risiko.

By Jakob Hofeditz

Seit 2018 ist Jakob in der Welt von Krypto und Blockchain unterwegs und ist für verschiedene Portale als Autor tätig. Besonders fasziniert ihn bei diesem Thema die Wechselwirkung mit der internationalen Wirtschaftspolitik, den Notenbanken und der Zukunft des Geldsystems.