Michael Saylor setzt nach: Strategy investiert fast 1 Milliarde Dollar in Bitcoin

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Michael Saylor kauft mehr Bitcoin

Seit 2020 gilt Strategy als Sinnbild für börsennotierte Unternehmen mit einer konsequenten Bitcoin-Strategie. Das von Michael Saylor geführte Unternehmen hat nun einen weiteren Großkauf bekannt gegeben. Insgesamt wurden 10.624 zusätzliche BTC erworben, mit einem Gesamtvolumen von rund 963 Millionen US-Dollar. Damit steigen die Bitcoin-Reserven von Strategy auf mehr als 660.000 BTC. Der Schritt unterstreicht erneut den langfristigen Fokus des Unternehmens auf Bitcoin als strategisches Kernasset.

Was hat Strategy zu seinem neuen Bitcoin-Kauf angekündigt?

In einer Mitteilung vom 8. Dezember 2025 erläuterte Strategy die jüngste Transaktion im Detail. Zwischen dem 1. und 7. Dezember kaufte das Unternehmen 10.624 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Preis von etwa 90.615 US-Dollar pro BTC. Einschließlich Gebühren beläuft sich das Gesamtinvestment auf fast 963 Millionen US-Dollar. Die Ankündigung erfolgte in einer Marktphase, in der Bitcoin weiterhin mit erhöhter Volatilität rund um die Marke von 90.000 US-Dollar konfrontiert ist.

Michael Saylor bestätigte den Kauf zudem über soziale Netzwerke und verwies auf die seit Jahren verfolgte Logik des Unternehmens. Rücksetzer oder Phasen der Unsicherheit betrachtet Strategy ausdrücklich als Gelegenheit zur weiteren Akkumulation. Der jüngste Erwerb fügt sich nahtlos in diese Linie ein und zeigt einmal mehr, dass Bitcoin trotz kurzfristiger Kursschwankungen das zentrale Reserveasset der Firma bleibt.

Wie fügt sich der Kauf in die Bitcoin-Strategie von Strategy ein?

Finanziert werden die Bitcoin-Käufe primär über eine aktive Aktienemissionsstrategie. Strategy nutzt Börsenprogramme zur Platzierung neuer Aktien, beschafft damit Kapital und investiert die Mittel direkt in Bitcoin. Zwar führt dieses Vorgehen zu einer gewissen Verwässerung der Aktionäre, gleichzeitig ermöglicht es jedoch den Ausbau der BTC-Bestände ohne kurzfristige Fremdfinanzierung. Im Ergebnis entsteht eine Art aktienbasiertes Hebelmodell auf Bitcoin.

Parallel dazu hält das Unternehmen eine Dollar-Reserve vor, die zur Absicherung laufender Zahlungen wie Zinsen und Dividenden dient. Dieser Liquiditätspuffer soll verhindern, dass Strategy in längeren Bärenmärkten gezwungen ist, Bitcoin zu ungünstigen Preisen zu verkaufen. Der jüngste Kauf über 10.624 BTC zeigt, dass dieses Konstrukt aktuell weiterhin funktioniert und die Strategie operativ umgesetzt werden kann.

Wie groß ist die Bitcoin-Position von Strategy inzwischen?

Nach dem neuen Zukauf hält Strategy nach eigenen Angaben insgesamt 660.624 BTC. Die kumulierten Anschaffungskosten liegen bei rund 49,35 Milliarden US-Dollar, was einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 74.696 US-Dollar pro Bitcoin entspricht. Solange der Marktpreis oberhalb dieses Niveaus notiert, weist das Unternehmen somit erhebliche stille Gewinne aus, auch wenn diese je nach Kursentwicklung schwanken.

Symbolisch positioniert sich Strategy damit endgültig als Unternehmensbilanz, die direkt an Bitcoin gekoppelt ist. Das klassische Profil eines Softwareunternehmens tritt zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen ähnelt die Struktur immer stärker einem börsennotierten Investmentvehikel, dessen Bewertung maßgeblich von der Performance von Bitcoin abhängt. Diese Transformation vollzog sich schrittweise durch kontinuierliche Käufe und eine konsequente Kommunikation von Michael Saylor rund um Bitcoin als „digitale Wertreserve“. Zuletzt sorgte zudem Kritik von Peter Schiff für Aufmerksamkeit, der das Geschäftsmodell von MSTR öffentlich als problematisch bezeichnete.

Welche Bedeutung hat der Schritt für den Markt und das Narrativ „Bitcoin als Unternehmensreserve“?

Kurzfristig lösen solche Kaufmeldungen nicht immer starke Kursreaktionen aus. Der Markt weiß, dass Strategy regelmäßig Bitcoin erwirbt, häufig über zeitlich gestaffelte Orders. Entsprechend bleibt der direkte Einfluss auf die Liquidität der großen Börsen begrenzt. Die eigentliche Wirkung entfaltet sich vielmehr auf narrativer Ebene. Jeder weitere Großkauf stärkt die These, dass Bitcoin für bestimmte börsennotierte Firmen ein ernstzunehmendes Treasury-Asset darstellt.

Langfristig wirft diese Strategie allerdings auch Fragen auf. Eine einzelne Unternehmensbilanz vereint inzwischen mehrere hunderttausend Bitcoin. Während einige Beobachter Risiken durch diese Konzentration sehen, interpretieren andere dies als Beweis dafür, dass institutionelle Akteure große Positionen aufbauen, über Kapitalmärkte finanzieren und über mehrere Marktzyklen halten können. Unabhängig davon steht fest: Mit dem Kauf Anfang Dezember zeigt Strategy erneut, dass das Unternehmen Bitcoin nicht nur rhetorisch verteidigt, sondern seine Bilanz konsequent in eine langfristige Wette auf das wichtigste Asset des Kryptomarkts verwandelt.

By Jannick Habicht

Jannick Habicht ist ein leidenschaftlicher Krypto-Journalist und Content Creator, der sich auf aktuelle Nachrichten, Marktanalysen und Hintergrundberichte aus der Welt der digitalen Assets spezialisiert hat. Mit einem scharfen Blick für Trends und einem tiefen Verständnis der Blockchain-Technologie vermittelt er komplexe Themen verständlich und fundiert. Seine Artikel verbinden journalistische Sorgfalt mit praxisnahen Einblicken, von Bitcoin und Ethereum bis hin zu aufstrebenden Altcoins.