In Washington richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren derzeit auf einen Namen: Kevin Hassett. Der Ökonom, ein enger Vertrauter von Donald Trump, gilt als Favorit für die Nachfolge von Jerome Powell an der Spitze der US-Notenbank (Fed) im Jahr 2026. Seine Reputation als geldpolitische „Taube“ sowie seine engen Verbindungen zur Krypto-Branche nähren ein klares Szenario: Eine deutlich dovishere Fed könnte die globale Liquidität neu entfachen und einen explosiven neuen Krypto-Zyklus ermöglichen.
Wer ist Kevin Hassett – und warum beruhigt sein Profil die Märkte?
Kevin Hassett ist kein Unbekannter in den politischen Machtzentren der USA. Als Wirtschaftsberater mehrerer republikanischer Regierungen sowie ehemaliger Vorsitzender des Council of Economic Advisers unter Donald Trump war er direkt an zentralen wirtschaftspolitischen Entscheidungen beteiligt und im engen Austausch mit Unternehmen und Finanzmärkten.
JUST IN: 🇺🇸 Former Coinbase advisor Kevin Hassett emerges as favorite to become next Fed Chair 👀 pic.twitter.com/kC18kQf3iM
— Bitcoin Archive (@BitcoinArchive) November 25, 2025
Seit 2025 leitet er den National Economic Council im Weißen Haus und koordiniert damit die gesamte Wirtschaftspolitik der Regierung. Für Investoren verkörpert er deshalb einen erfahrenen Krisenmanager und gleichzeitig den direkten Vertreter der wirtschaftlichen Linie Trumps. Das erhöht seine Chancen erheblich, 2026 die Fed-Präsidentschaft zu übernehmen, sobald Powells Amtszeit endet.
Wie zeigt sich Hassetts besondere Nähe zur Krypto-Industrie?
Über seine politische Laufbahn hinaus fällt Kevin Hassett besonders durch seine direkte Verbindung zur Digital-Asset-Branche auf. Er war als Berater für Coinbase tätig – in einem Bereich, der regulatorische Fragen, akademische Analysen und Marktstruktur miteinander verbindet. Seine Interessenerklärungen zeigen zudem einen bedeutenden Anteil an Coinbase-Aktien – ein deutliches Zeichen persönlicher finanzieller Beteiligung.
Diese Nähe wirkt auf traditionelle Märkte ungewöhnlich, wird jedoch in der Krypto-Szene als Vorteil gesehen. Ein potenzieller Fed-Chef, der eine große Handelsplattform von innen kennt, versteht besser die Herausforderungen rund um Liquidität, Custody und Compliance. Zudem bezeichnet Hassett die finanzielle Innovation regelmäßig als Wachstumsmotor – im starken Kontrast zu skeptischeren Notenbankern.
Warum gilt Kevin Hassett als extrem dovish in der Geldpolitik?
Seit Monaten kritisiert Hassett die aktuelle Geldpolitik der Fed. Aus seiner Sicht blieben die Zinsen zu lange auf einem zu hohen Niveau und gefährden dadurch Arbeitsmarkt, Investitionen und das Vertrauen der Verbraucher. Immer wenn die Inflation fällt, fordert er schnellere und stärkere Zinssenkungen.
Diese Position beeinflusst die Erwartungen der Märkte deutlich. Die US-Anleiherenditen sind gefallen, je stärker Hassett als Powell-Nachfolger gehandelt wird. Viele Marktteilnehmer rechnen nun mit Leitzinsen um 3 % bis 2026 – oder sogar niedriger. Gleichzeitig erwarten Analysten ein früheres Ende des Quantitative Tightening (QT). Zusammengenommen ergibt sich das Bild einer deutlich accommodating Fed.
Wie könnte eine dovishe Fed eine Krypto-Explosion 2026 auslösen?
Eine lockerere Fed verändert nicht nur die Kreditkosten, sondern auch das gesamte Liquiditätsniveau des globalen Finanzsystems. Wenn die Zinsen sinken und die Fed Signale der Marktunterstützung sendet, verlagern Investoren ihr Kapital aus sicheren Anleihen in risikoreichere Anlagen – darunter Aktien, Kreditmärkte und vor allem Kryptowährungen.
Der Bitcoin reagiert besonders empfindlich auf solche Liquiditätsimpulse. Nach dem starken Deleveraging im Herbst 2025 warten viele Investoren nur auf ein klares Comeback-Signal. Eine Fed unter Hassetts Führung, verbunden mit einer deutlichen Zinssenkungsagenda, könnte dieses Signal liefern.
Zudem sinkt das verfügbare BTC-Angebot auf den Börsen weiter – ein Faktor, der die Geschichte der Knappheit verstärkt, während die Nachfrage bei steigender Liquidität wieder anzieht.
Ein Jahr 2026, geprägt von niedrigeren Zinsen, einem weniger aggressiven Dollar und einer Rückkehr der Risikobereitschaft, hätte alle Voraussetzungen für einen neuen Krypto-Bullrun. Natürlich bleiben Risiken wie Inflation, US-Haushaltsdefizit oder geopolitische Schocks bestehen. Doch je stärker Hassetts Wahrscheinlichkeit steigt, desto mehr preisen die Märkte eine Tatsache ein:
Eine dovishe Fed unter einem innovationsfreundlichen Vorsitzenden könnte den Kryptomärkten genau den monetären Treibstoff liefern, der seit dem letzten Bullenmarkt gefehlt hat.

