Chainlink (LINK) rückt erneut ins Rampenlicht. Die Investmentfirma Grayscale hat bei der US-Börsenaufsicht SEC ein Formular S-1 eingereicht, um ihren bestehenden Chainlink Trust in einen börsengehandelten Spot-ETF umzuwandeln. Geplant ist eine Notierung an der NYSE Arca unter dem Ticker GLNK. Damit würde Chainlink in die Riege der regulierten Krypto-Produkte aufsteigen, ähnlich wie es bereits bei Bitcoin und Ethereum-ETFs der Fall ist.
Allerdings bleibt ein regulatorisches Hindernis bestehen: Die SEC hat die sogenannten Generic Listing Standards von NYSE Arca noch nicht genehmigt. Solange diese Genehmigung aussteht, bleibt der Antrag zwar ein wichtiger Katalysator, sein Zeithorizont aber ungewiss.
Konkurrenz durch Bitwise verstärkt den Druck
Der Schritt von Grayscale kommt nur wenige Tage nach einem ähnlichen Antrag von Bitwise, das am 26. August seinen eigenen Chainlink-ETF eingereicht hat. Damit zeichnet sich ein regelrechtes Rennen um die erste Zulassung eines LINK-ETFs ab – was die Wahrscheinlichkeit einer zeitnahen Zulassung erhöht und die Erwartungen im Markt weiter anheizt.
Technische Signale sprechen für Aufwärtspotenzial
Auch aus charttechnischer Sicht zeigt sich Chainlink stark. LINK verteidigt aktuell die Zone von 22–23 Dollar und bildet ein Muster, das als fallendes Wedge oder bullisches Flaggen-Setup gilt – ein klassisches Signal für mögliche Trendfortsetzungen nach oben.
Die erste ernsthafte Hürde liegt bei 26 Dollar, einem Bereich mit mehreren kurzfristigen Widerständen. Ein klarer Ausbruch über dieses Level könnte den Weg in Richtung 34 Dollar freimachen – ein Kursziel, das einem Anstieg von rund 48 % entspricht.
Analysten verweisen zudem auf historische Parallelen: Ein ähnliches Muster hatte in der Vergangenheit eine Rallye von fast 80 % ausgelöst. Auch wenn der Markt selten identische Bewegungen wiederholt, verstärkt die Kombination aus technischem Setup und ETF-Fantasie die Aufmerksamkeit auf dieses Szenario.
Derivate und Handelsvolumen ziehen an
Die Reaktion zeigt sich nicht nur im Spot-Markt. Laut Daten von CoinGlass stieg das offene Interesse an LINK-Derivaten um rund 7,16 % auf etwa 1,68 Milliarden Dollar, während das Handelsvolumen um etwa 65 % auf 1,66 Milliarden Dollar nach oben schoss. Dies deutet auf eine zunehmende Risikobereitschaft und verstärkte Spekulation im Markt hin.
Solche Bewegungen sind typisch für ETF-bezogene Nachrichten: Investoren positionieren sich frühzeitig, was häufig zu erratischen Kursbewegungen führt – inklusive Fehlausbrüchen und Rücktests wichtiger Unterstützungen.
Kurzfristiger Ausblick
Aktuell bleibt die Zone um 23 Dollar das zentrale Level. Solange LINK darüber notiert, behalten die Bullen die Kontrolle. Ein Rückfall unter 21–22 Dollar hingegen würde das positive Szenario schwächen und den Vergleich zum vorherigen Ausbruchsmuster entkräften.
Der Markt hat sich jedoch zuletzt klar positioniert: Mit dem Sprung über 23 Dollar hat Chainlink ein starkes Signal gesendet – und Anleger blicken gespannt auf die nächsten regulatorischen Schritte.



