Die US-amerikanische Immobilieninvestmentfirma Cardone Capital gab am 30. Januar bekannt, dass sie zusätzlich 100 Bitcoin (BTC) erworben hat und dabei den jüngsten Marktrückgang nutzte.
Cardone Capital adds $10M at $76,000 for Real Estate Bitcoin hybrid. The benefits of real estate is it cash flows and we place orders and wait to put it to work. Order has been in for months. pic.twitter.com/0FdFfs1Ttf
— Grant Cardone (@GrantCardone) February 1, 2026
Der Kauf wurde zu einem Durchschnittspreis von 76.000 USD pro BTC abgeschlossen, was den Gesamtkaufwert auf etwa 7,6 Millionen USD bringt. Bemerkenswert ist, dass die Investition vollständig durch Mieteinnahmen aus einem 346-Einheiten-Wohnkomplex in Miami, Florida finanziert wurde. Dies unterstreicht die ungewöhnliche Strategie des Unternehmens, Immobilien-Cashflow direkt in Kryptowährungen umzuwandeln.
Immobilieneinkommen in Bitcoin-Akkumulation umwandeln
Cardone Capital betreibt ein Modell, das es als „Immobilien-Bitcoin-Hybridfonds“ bezeichnet. Bei diesem Ansatz wird das stabile Mieteinkommen aus hochwertigen Immobilien systematisch in Bitcoin-Käufe umgeleitet, wodurch ein wiederkehrender Akkumulationsmechanismus entsteht, der unabhängig von der traditionellen Marktstimmung ist.
Interne Prognosen zeigen, dass die Immobilie in Miami allein voraussichtlich etwa 10 Millionen USD an jährlichem Nettoeinkommen generieren wird, das das Unternehmen als dedizierte Finanzierungsquelle für laufende BTC-Käufe vorgesehen hat.
Diese Initiative stellt das vierte Investitionsprodukt von Cardone Capital dar und verbindet traditionellen Immobilienbesitz mit langfristiger Bitcoin-Exposition. Das Unternehmen positioniert die Strategie als Teil seines breiteren „10X-Wachstums“-Rahmens, mit dem Ziel, durch die Kombination von vorhersehbarem Cashflow und asymmetrischem Krypto-Potenzial erhöhte Jahresrenditen zu erzielen.
Den Dip kaufen trotz ETF-Abflüssen
Der jüngste Kauf erfolgte, als Bitcoin unter 80.000 USD fiel, nachdem der Kurs zuvor im Monat über 90.000 USD gelegen hatte. Im Januar gab es zudem starken Verkaufsdruck bei US-amerikanischen Bitcoin-ETFs, wobei die Nettoabflüsse laut Marktdaten insgesamt etwa 1,6 Milliarden USD betrugen.
Eine besonders volatile Handelssitzung am 29. Januar löste großflächige Liquidationen aus, was den Abwärtsdruck auf die BTC-Preise weiter verstärkte.
Im Gegensatz zu ETF-getriebenen Strömen, die oft die kurzfristige Marktstimmung verstärken, basiert der Ansatz von Cardone Capital auf konstanten Immobilieneinnahmen, was es dem Unternehmen ermöglicht, Bitcoin unabhängig von der allgemeinen Volatilität zu akkumulieren. Diese disziplinierte Strategie hat die Aufmerksamkeit von Langzeit-Krypto-Investoren auf sich gezogen, die nach Alternativen zu zeitpunktbasierten Einstiegen suchen.
Gründer Grant Cardone hat bereits früher erklärt, dass die Umwandlung von Mieteinnahmen in Bitcoin Jahre zuvor einen enormen Wert hätte generieren können. Obwohl das Modell eine einzigartige Brücke zwischen traditionellen Vermögenswerten und digitalen Währungen bietet, birgt es auch Risiken, da die Performance letztlich sowohl von anhaltenden Mieteinnahmen als auch von der langfristigen Preisentwicklung von Bitcoin abhängt.
Dennoch zeigt der jüngste Schritt von Cardone Capital einen wachsenden Trend unter institutionellen Akteuren: die Nutzung von realen Cashflows, um stetig Bitcoin-Positionen aufzubauen, selbst wenn die kurzfristige Marktstimmung fragil bleibt.
