Nach jahrelangen Ermittlungen hat die britische Polizei eine aus China stammende Betrügerin festgenommen, die mehr als 128.000 Menschen um ihr Geld gebracht haben soll. Die Frau, bekannt unter dem Namen Zhimin Qian, war in Großbritannien unter einer falschen Identität untergetaucht.
Sie hat sich nun schuldig bekannt, insbesondere wegen Geldwäsche mit Bitcoin. Die Behörden beschlagnahmten dabei rund 61.000 BTC im Wert von fast 7 Milliarden US-Dollar – eine der größten Kryptobeschlagnahmungen in der britischen Geschichte.
Großangelegte Betrugsmasche zwischen 2014 und 2017
Zwischen 2014 und 2017 organisierte Qian eine gigantische Investment-Falle. Über drei Jahre hinweg lockte sie zehntausende Anleger an und raubte ihnen ihre Ersparnisse. Insgesamt wurden mehr als 128.000 Menschen Opfer der Masche.
2018 wandelte sie die Beute in Bitcoin um und versuchte anschließend, das Geld durch Immobiliengeschäfte in London zu waschen. Dabei nutzte sie den falschen Namen Yadi Zhang und arbeitete eng mit ihrer Komplizin Jian Wen zusammen. Diese wurde bereits 2023 zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 3 Millionen US-Dollar verurteilt.
Finanzermittler schlagen zu – 61.000 BTC sichergestellt
Die Financial Crime Unit der Metropolitan Police konnte Qian nach intensiven Ermittlungen lokalisieren und festnehmen. Zwischen 2018 und 2021 gelang es den Behörden, die 61.000 BTC zu sichern. Für die Polizei ist dies nicht nur eine der größten Kryptosicherstellungen weltweit, sondern auch einer der bedeutendsten Fälle von Geldwäsche in der Geschichte Londons.
Rechtsverfahren und Rückerstattung unklar
Während Qian auf ihre endgültige Strafe wartet, laufen bereits zivilrechtliche Verfahren, um die beschlagnahmten Gelder an die Opfer zurückzuführen. Doch Experten warnen: Viele Geschädigte in China könnten Schwierigkeiten haben, ihre Ansprüche glaubhaft nachzuweisen.
Sollten innerhalb von zwei Jahren keine legitimen Forderungen eingehen, könnten die Gelder dauerhaft vom britischen Staat eingezogen werden.

