Ein vertrautes Muster kehrt auf dem Bitcoin-Markt zurück – und es könnte schon bald eine deutliche Kurskorrektur auslösen. Laut Daten von CryptoQuant nähert sich der PnL-Index (Profit and Loss Index) über 365 Tage erneut jenen Zonen, die in den Jahren 2013, 2017 und 2021 massive Einbrüche zwischen 75 und 80 Prozent einleiteten. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte der Bitcoin-Preis auf 22.000 bis 30.000 US-Dollar fallen.
Das On-Chain-Signal wiederholt sich
Trotz eines aktuellen Preises von rund 110.000 US-Dollar zeigt der geglättete PnL-Index ein ähnliches Muster wie vor den drei großen Abwärtstrends vergangener Zyklen. Jedes Mal folgte auf die euphorische Phase ein Rückgang, der drei Viertel bis vier Fünftel der vorherigen Gewinne auslöschte. Die Bitcoin Prognose ist keine Panikmache – sie ergibt sich aus der mathematischen Struktur des Bitcoin-Zyklus.
Bitcoin market is fine only if the 4-year cycle theory is wrong. pic.twitter.com/9jsWFEqE8J
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) November 3, 2025
Der PnL-Index vergleicht realisierte Gewinne und Verluste, um die Marktdynamik und ihr mögliches Erschöpfungsniveau zu messen. Seine 365-Tage-Variante dient als Trendindikator: Wenn der Index stark von seiner Jahreslinie abweicht und anschließend zurückkehrt, endet die Euphorie meist abrupt. CryptoQuant-CEO Ki Young Ju erklärt: „Der Wachstumszyklus ist abgeschlossen – wir befinden uns in einer 6- bis 12-monatigen Phase eines seitwärts oder rückläufigen Marktes.“
Lehren aus der Vergangenheit
Ein Blick in die Historie zeigt das wiederkehrende Muster deutlich. 2013 fiel Bitcoin nach einem Hoch von 1.100 US-Dollar auf 200 US-Dollar. 2017 stürzte der Kurs von 19.700 US-Dollar auf 3.200 US-Dollar. 2021 folgte auf 69.000 US-Dollar ein Tief bei 15.500 US-Dollar.
Diese Bewegungen sind keine Zufälle – sie gehören zur DNA eines hyperzyklischen Vermögenswerts, bei dem jedes Halving die Angebotsseite verknappt und die Nachfrage bis zum Extrem treibt. Die langfristigen Drawdown-Kurven zeigen ein klares Muster aus Expansion, Kontraktion und Reakkumulation. Nichts deutet darauf hin, dass diese Marktmechanik verschwunden ist.
Abkühlung der On-Chain-Metriken
Mehrere On-Chain-Daten deuten derzeit auf eine Marktabkühlung hin: Realisierte Gewinne nehmen ab, die Transaktionsintensität sinkt, und langfristige Krypto Wallets zeigen vermehrt Abflüsse. Gleichzeitig verkaufen Bitcoin-Miner zunehmend an technischen Widerständen – zuletzt rund um die Marke von 110.000 US-Dollar.
Diese zusätzlichen Verkaufswellen allein erklären keine Trendwende, verstärken jedoch den Druck, wenn das Kaufvolumen abnimmt. Kurze Aufwärtsbewegungen können trügerisch – oft sind sie Teil einer stillen Distributionsphase, in der große Marktteilnehmer ihre Positionen abbauen.

