Ethereum gerät heute erneut unter Druck. Die zweitgrößte Kryptowährung verliert rund 2 Prozent und fällt wieder unter die Marke von 2300 US-Dollar. Damit gibt ETH einen Teil der jüngsten Erholung bereits wieder ab. Seit dem Allzeithoch notiert Ethereum inzwischen mehr als 50 Prozent tiefer, während sich auch der Jahresstart 2026 bislang schwach entwickelt. Gegenüber Bitcoin zeigt ETH ebenfalls weiterhin deutliche Relative Schwäche.
Viele Anleger zweifeln deshalb zunehmend an einer nachhaltigen Trendwende. Dennoch richtet sich der Blick nun auf einen spannenden Onchain-Indikator von Glassnode. Denn genau dieser sendete bereits 2025 ein stark bullisches Signal – kurz bevor Ethereum eine massive Rallye startete.
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Ethereum-Indikator dreht erneut an historischem Wendepunkt
Die Kennzahl „Percent Supply in Profit“ zeigt, wie viele aller existierenden ETH aktuell im Gewinn liegen. Vereinfacht gesagt misst der Indikator also, welcher Anteil der Ethereum-Investoren im Plus ist. Historisch liefert diese Metrik häufig Hinweise auf überhitzte oder stark ausgewaschene Marktphasen. Liegt der Wert extrem hoch, befinden sich fast alle Anleger im Gewinn – häufig ein Zeichen für Euphorie und erhöhte Rückschlagsgefahr. Sinkt der Anteil dagegen deutlich, deutet das oft auf Kapitulation und eine mögliche Bodenbildung hin.
Genau dieses Setup zeigt sich nun erneut. Zuletzt fiel der Anteil profitabler ETH-Adressen auf rund 45 Prozent. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte aller Ethereum-Halter lag zwischenzeitlich im Verlust. Historisch war genau dieser Bereich mehrfach ein entscheidender Wendepunkt. Bereits 2025 markierte die Kennzahl ähnliche Tiefststände. Damals drehte Ethereum ebenfalls knapp oberhalb der 40-Prozent-Zone nach oben.
Im Anschluss startete ETH eine massive Rallye: Der Kurs stieg damals von unter 1500 US-Dollar auf rund 4800 US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg von ungefähr 220 Prozent. Genau deshalb beobachten Analysten die aktuelle Entwicklung nun besonders genau. Denn auch diesmal drehte Ethereum zuletzt wieder im Bereich um 2000 US-Dollar nach oben.
Sollte sich das historische Muster erneut wiederholen und Ethereum nochmals eine vergleichbare Rallye von rund 220 Prozent starten, ergäbe sich daraus ein mögliches Kursziel von etwa 6400 US-Dollar. Noch ist das selbstverständlich nur ein mögliches Szenario und keine Garantie. Dennoch zeigt die Historie, dass starke Pessimismus-Phasen bei Ethereum häufig attraktive antizyklische Einstiegsbereiche markierten.
Milliarden an ETH warten auf Staking
Zusätzliche Unterstützung erhält das bullische Setup aktuell auch durch die Entwicklung beim Ethereum-Staking. Denn laut jüngsten Daten warten derzeit rund 3,81 Millionen ETH auf die Aufnahme ins Staking-Netzwerk. Beim aktuellen Kurs entspricht das einem Gegenwert von etwa 8,9 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig wollen lediglich rund 256.000 ETH aus dem Staking herausgelöst werden. Damit übersteigt die Nachfrage nach neuem Staking die Unstaking-Nachfrage bereits seit Dezember 2025 deutlich.
Das ist vor allem deshalb relevant, weil gestakte ETH dem freien Marktangebot zunächst entzogen werden. Je mehr Coins langfristig gebunden werden, desto geringer wird potenziell der Verkaufsdruck an Börsen. Genau das könnte die Angebotsseite bei Ethereum zunehmend verknappen.
Besonders spannend: Trotz der zuletzt schwachen Kursentwicklung scheinen langfristige Anleger weiterhin Vertrauen in Ethereum zu haben. Die hohen Staking-Zuflüsse deuten darauf hin, dass viele Investoren aktuell eher akkumulieren als verkaufen. Genau das unterstützt die These einer möglichen Bodenbildung zusätzlich.
$8.9 BILLION WAITING TO BE STAKED ON ETHEREUM
At time of writing, there are 3,812,317 $ETH, worth around $8.9 billion, currently queuing to be staked on the @Ethereum network.
The figure reflects serious demand among long-term Ethereum holders, especially when compared to the… pic.twitter.com/iaq2WE8G8S
— BSCN (@BSCNews) May 8, 2026
Erst Ethereum, jetzt Bitcoin? L2 als neuer Kurstreiber
Layer-2-Lösungen gelten bislang vor allem als Erfolgsgeschichte aus dem Ethereum-Ökosystem. Genau dort entstanden in den vergangenen Jahren einige der größten Gewinner im Kryptomarkt. Rollups und Skalierungslösungen sorgten für mehr Geschwindigkeit, niedrigere Gebühren und völlig neue Anwendungen. Doch genau diese Entwicklung könnte langfristig auch Bitcoin erfassen. Denn bislang fehlt Bitcoin trotz seiner Dominanz vor allem eines: echte Utility im großen Stil. Sollte sich das ändern, könnte das einen völlig neuen Nachfragezyklus auslösen.
Denn je stärker Bitcoin durch Layer-2-Technologien in DeFi, Payments oder AI-Anwendungen integriert wird, desto höher könnte auch die Nachfrage nach nativen BTC werden. Genau deshalb sehen Analysten Bitcoin-L2 zunehmend als potenziellen neuen Kurstreiber. Besonders spannend wirkt dabei aktuell Bitcoin Hyper.
Das Projekt verbindet laut Entwicklern die Vorteile von Solana mit der Sicherheit und Liquidität des Bitcoin-Netzwerks. Im Mittelpunkt steht dabei die Solana Virtual Machine (SVM), wodurch Entwickler schnelle und günstige Anwendungen auf Bitcoin-Basis bauen können. Gleichzeitig setzt Bitcoin Hyper auf zk-Proofs und eine Bridge zwischen Bitcoin-L1 und der Layer-2. Dadurch sollen Transaktionen deutlich effizienter abgewickelt werden können.
Spannend ist zudem das aktuelle Momentum im Presale. Trotz des weiterhin schwierigen Marktumfelds sammelte Bitcoin Hyper bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar ein. Das zeigt eine auffällige relative Stärke gegenüber vielen anderen Projekten im aktuellen Bärenmarkt. Zusätzlich lockt das Projekt mit Staking-Renditen von rund 36 Prozent APY.
Sollte sich die These durchsetzen, dass Bitcoin künftig stärker über Layer-2-Lösungen skaliert und dadurch mehr Anwendungsfälle erhält, könnte genau daraus neue Konkurrenz für Ethereum entstehen.
Ihr Kapital ist im Risiko.


