In den vergangenen Wochen haben ICOs wieder spürbar an Dynamik gewonnen, weil mehrere frische Projekte innerhalb kurzer Zeit große Aufmerksamkeit erzielt haben.
Neben Monad rückten auch viele weitere Launches in den Blickpunkt. Hier gab es mitunter deutliche Kapitalzuflüsse und steigendes spekulatives Interesse. Die Kombination aus neuen technischen Narrativen, hohen Erwartungen und einer Rückkehr größerer ICO-Volumina führt dazu, dass Token-Sales im Spätjahr 2025 wieder als attraktive Marktchance wahrgenommen werden.
Nun kündigte die Krypto-App Infinex ihren ICO auf Sonar an. Doch Experten sehen Risiken. Ferner könnte die relative Stärke einer Bitcoin-L2 im Presale bereits jetzt einen erfolgreichen Token-Launch andeuten. Doch warum gibt es bei Infinex große Risiken?
Infinex kündigt ICO über Sonar an
Die Plattform Infinex hat offiziell bekanntgegeben, dass ihr bevorstehender ICO über das Launchpad Sonar abgewickelt wird. Hinter Infinex steht ein Konzept, das eine nahtlose, benutzerzentrierte Schnittstelle für dezentrale Finanzaktivitäten schaffen soll. Der Ansatz zielt darauf ab, mehrere On-Chain-Prozesse in einer einzigen Oberfläche zu bündeln: Wallet-Management, Handel, Liquiditätsfunktionen und Portfolioübersichten sollen ohne komplexe Umwege bedienbar sein. Infinex möchte damit eine Art „Smart Layer“ etablieren, die Nutzerinteraktionen vereinfacht und klassische Web3-Hürden reduziert.
Sonar wiederum ist ein beliebtes Launchpad, das sich darauf spezialisiert hat, frühe Token-Sales transparent, strukturiert und sicher zu begleiten. Durch diese Ausrichtung konnte Sonar innerhalb kurzer Zeit einen Ruf als Launchpad mit erhöhtem Qualitätsanspruch aufbauen.
Die nun erfolgte Ankündigung, den Infinex-ICO über Sonar zu hosten, unterstreicht sowohl den technologischen Anspruch des Projekts als auch dessen Ambition, ein breiteres Publikum zu erreichen. Das Interesse fiel bereits vor der offiziellen Bestätigung hoch aus, da Infinex als eines der stärker diskutierten DeFi-Projekte des Q4 2025 gilt.
Everyone can bid. Same terms.
5% of INX. $300M FDV.
Sonar Sale details below. pic.twitter.com/2YjvTZYUVK
— Infinex (@infinex) November 27, 2025
Infinex hat die vollständigen Rahmenbedingungen für den kommenden INX-Token über Sonar vorgestellt. Insgesamt werden 5 Prozent des Gesamtangebots zu einer vollständig verwässerten Bewertung von 300 Millionen US-Dollar angeboten. Jeder kann Gebote zwischen 200 und 5.000 US-Dollar abgeben; bei Überzeichnung entscheidet ein Zufallsverfahren mit gleichen Chancen für alle. Patron-Halter erhalten zusätzliche garantierte Zuteilungen je nach Anzahl ihrer Tokens. Der Sale sieht eine einjährige Sperrfrist vor, mit optionaler früherer Freischaltung. Das TGE ist für den 15. Januar 2026 terminiert. Die Registrierung erfolgt über Sonar.
Experten kritisieren Infinex-ICO – zu teuer?
Dennoch gibt es Kritik am Plan von Infinex. Der bekannte Experte Flip Research kritisiert den Infinex-ICO vor allem wegen einer aus seiner Sicht völlig überzogenen Bewertung und einer widersprüchlichen Ausrichtung. Ein FDV von 300 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar sei durch die aktuellen Fundamentaldaten nicht gedeckt: Infinex verfügt über rund 161 Millionen US-Dollar TVL und lediglich etwa fünf Millionen US-Dollar annualisierte Gebühren. Dies sei deutlich weniger als vergleichbare Plattformen wie FOMO, die bei höheren Einnahmen kürzlich zu deutlich niedrigeren Bewertungen finanziert wurden. Auch die Bevorzugung liquide handelbarer Patron-Tokens widerspreche dem Anspruch, langfristige Teilnehmer zu priorisieren. Schließlich wirft der Experte die Frage auf, warum nach bereits 67 Millionen US-Dollar an Patron-Einnahmen überhaupt weiteres Kapital zum aktuellen Zeitpunkt nötig sei.
Sorry but this is a terrible take. Defending Kain's character and accusing complainers of being flippers is irrelevant to the facts:
– $300M/1Bn Locked FDV is overvalued on pretty much every metric. Infinex has just $161M TVL, and annualised fee revenue of c.$5M, vs probs its… https://t.co/PCIEmKIhpB
— Flip (@Flip_Research) November 29, 2025
Damit dürfte der Infinex-ICO im aktuellen Umfeld als teuer gelten. Selbst die günstigste Einstiegsmöglichkeit liegt bei einer FDV von 300 Millionen US-Dollar, allerdings nur, wenn die Tokens ein Jahr lang gesperrt werden. Eine sofortige Freischaltung ist deutlich teurer und entspricht einer Bewertung von rund einer Milliarde US-Dollar, was das Chance-Risiko-Verhältnis weiter verschlechtert. Zudem deuten die Preise der illiquiden Patron-NFTs auf eine implizite FDV von etwa 545 Millionen US-Dollar hin, was den Abschlag des ICO relativiert.
In Kombination mit schwachen TGE-Performances der letzten Monate und der Lotterie-Struktur des Sales erscheint die Teilnahme wenig attraktiv, so der hiesige Analyst:
Okay so I'm not a fan of the Infinex ICO.
People can get in at $300M USD FDV if they lock their tokens up for a year.
Locking up anything for such a period at this type of valuation is a gamble at best.
Or at $1B USD with instant unlock, but with limited upside (if any).
Now…
— wale.moca 🐳 (@waleswoosh) November 28, 2025
Bitcoin-L2 zeigt Stärke – fast 30 Mio. US-Dollar für HYPER
Natürlich existieren Alternativen zu hochbewerteten ICOs, gerade Bitcoin Hyper zeigt aktuell bemerkenswerte Stärke. Das Projekt hat bereits rund 29 Millionen US-Dollar im Presale eingesammelt und setzt auf eine transparente, faire Struktur: Jeder kann zu gleichen Bedingungen teilnehmen, während der Preis in regelmäßigen Intervallen leicht ansteigt. Frühere Käufer verbuchen dadurch sofort Buchgewinne. Gleichzeitig bietet Bitcoin Hyper einen klaren Usecase, da Bitcoin-Layer-2-Lösungen zunehmend als neues Narrativ gelten.
Bitcoin Hyper entwickelt ein technisches Konzept, das die robuste Architektur von Bitcoin mit einer modernen, hochperformanten Ausführungsebene kombiniert. Im Mittelpunkt steht ein Ansatz, der die klassische Rolle von Bitcoin als Wertspeicher zwar unangetastet lässt, diese jedoch um ein dynamisches System für komplexe Anwendungen ergänzt. Dadurch entsteht ein zweischichtiges Modell: Die Haupt-Chain liefert unveränderliche Sicherheit, während eine separate, optimierte Ebene die gesamte Rechenlogik übernimmt. Auf diese Weise bleibt der Kern des Netzwerks stabil, während umfangreiche Funktionen möglich werden, die bislang nur auf spezialisierten Smart-Contract-Plattformen realisiert wurden. Bitcoin wird nützlicher. Das könnte wiederum die Nachfrage nach BTC und HYPER gleichermaßen antreiben.
Innerhalb dieses Systems übernimmt der HYPER-Token mehrere entscheidende Funktionen. Er dient als wirtschaftliches Zentrum der Layer-2, darunter Anreizmechanismen, Gebührenstruktur und Staking-Prozesse. Das Staking-Modell ist bewusst so gestaltet, dass es sowohl Liquidität bündelt als auch die Nachfrage antreibt. Aktuell liegt die Rendite hier noch bei 40 Prozent APY.
Das steigende Interesse zeigt sich im laufenden Presale, der bereits Kapital von fast 30 Millionen US-Dollar anzieht. Anleger können einfach Wallet verbinden, gewünschten Betrag wählen und HYPER im Presale tauschen. Die nächste Preisstufe rückt näher, sodass erste Buchgewinne entstehen.
Ihr Kapital ist im Risiko.
