Die Krypto-Welt bleibt gespalten, wenn es um Ethereum geht. Während viele Anleger nach dem massiven Kursrückgang von über 60 Prozent unter dem Allzeithoch zunehmend skeptisch werden, galt ausgerechnet der Gründer von Bankless lange als einer der größten Ethereum-Bullen überhaupt. Über Jahre prägte er das Narrativ rund um „ETH is Money“ und sah Ethereum als digitales Reserve-Asset der Zukunft.
Umso größer war zuletzt die Überraschung: Der bekannte Krypto-Influencer und Investor erklärte öffentlich, dass er seine ETH verkauft hat. Nach heftigen Diskussionen und zahlreichen Gerüchten liefert er nun eine ausführliche Erklärung für diesen Schritt.
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Warum der bekannte Ethereum-Bulle seine ETH verkauft hat
Der zentrale Punkt seiner Argumentation ist überraschend differenziert: Er ist nicht bearish für Ethereum als Netzwerk – sondern skeptisch gegenüber ETH als Investment-Asset. Genau diese Trennung ist entscheidend. Denn seiner Ansicht nach funktioniert Ethereum technologisch hervorragend, doch der große Traum hinter dem Narrativ „ETH is Money“ habe sich nur teilweise erfüllt.
Er erklärt, dass Ethereum immer ein extrem komplexes Koordinationsspiel gewesen sei. Damit ETH wirklich zu einer globalen Form von Geld hätte werden können, hätten viele Dinge gleichzeitig perfekt funktionieren müssen: Governance, Skalierung, Marktführerschaft, Layer-2-Integration, Entwicklerdynamik und langfristige Dominanz gegenüber Konkurrenten wie Solana oder anderen Smart-Contract-Chains.
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I built my career, community, and business on Ethereum, so the decision to sell deserves a deeper explanation
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— David Hoffman (@TrustlessState) May 26, 2026
Laut seiner Analyse gelang Ethereum vieles davon zwar beeindruckend gut, aber eben nicht in dem Ausmaß, das nötig gewesen wäre, um ETH strukturell massiv höher zu bewerten. Besonders kritisch sieht er die Entwicklung der Gebühren- und Revenue-Struktur. Smart-Contract-Blockchains würden letztlich stark über ihre Aktivität und Einnahmen bewertet. Genau dort habe Ethereum Marktanteile verloren – insbesondere an Solana und andere Netzwerke mit hoher Aktivität.
Hinzu komme ein weiterer wichtiger Punkt: Ethereum stärke zwar die gesamte Kryptoindustrie, profitiere davon aber nicht automatisch überproportional. Stablecoins, tokenisierte Assets und DeFi-Anwendungen nutzen Ethereum massiv, doch das bedeute nicht zwingend, dass ETH selbst der große Gewinner sei. Stattdessen helfe Ethereum häufig anderen monetären Netzwerken wie dem US-Dollar, ihre Dominanz auszubauen.
Besonders spannend ist seine Aussage, dass Ethereum „ein Geber, kein Nehmer“ sei. Das Netzwerk stelle Infrastruktur, Sicherheit und Blockspace quasi zum Selbstkostenpreis bereit. Die eigentliche Wertabschöpfung finde zunehmend bei Apps und Layer-2-Netzwerken statt – nicht direkt bei ETH selbst. Genau deshalb glaubt er nicht mehr an eine massive Neubewertung des Assets ETH, obwohl er Ethereum als Technologie weiterhin extrem bullish sieht.
Am Ende betont er deshalb klar: Der Verkauf seiner ETH bedeutet keinen Vertrauensverlust in Ethereum. Vielmehr glaubt er, dass sich die ursprüngliche Investment-These bereits weitgehend ausgespielt hat und andere Marktchancen aktuell attraktiver erscheinen.
Ethereum-L2 als Vorbild? Warum jetzt Bitcoin nachzieht
Ethereum setzte in den vergangenen Jahren massiv auf Layer-2-Lösungen. Genau diese Skalierungsstrategie machte das Netzwerk günstiger, schneller und deutlich vielseitiger. Rollups, Sidechains und modulare Infrastruktur wurden zum zentralen Wachstumstreiber des gesamten Ethereum-Ökosystems. Nun entsteht genau dieses Narrativ zunehmend auch bei Bitcoin. Immer mehr Projekte arbeiten daran, Bitcoin technologisch aufzuwerten und zusätzliche Funktionen auf Basis des Netzwerks bereitzustellen. Das Ziel: Bitcoin soll nicht länger nur digitales Gold bleiben, sondern auch bei DeFi, Anwendungen und Skalierung konkurrenzfähig werden.
Gerade Bitcoin-L2-Lösungen gelten deshalb aktuell als eines der spannendsten Narrative im Markt. Die Idee dahinter ist simpel: Die Sicherheit von Bitcoin bleibt erhalten, während zusätzliche Layer deutlich schnellere und günstigere Anwendungen ermöglichen. Gleichzeitig könnte das langfristig sogar die Nachfrage nach nativen Bitcoins erhöhen. Denn wenn mehr Anwendungen, Bridges, Smart Contracts oder Finanzprodukte auf Bitcoin basieren, steigt potenziell auch die Bedeutung von BTC innerhalb dieses neuen Ökosystems.
Ein Projekt, das in diesem Bereich derzeit besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Trotz des schwierigen Marktumfelds zeigt der Presale eine auffällige relative Stärke. Bereits rund 33 Millionen US-Dollar wurden eingesammelt – obwohl sich der breite Kryptomarkt weiterhin in einem schwierigen Umfeld bewegt. Viele Anleger sehen hier offenbar frühzeitig Potenzial im Bitcoin-L2-Sektor.
Technologisch setzt Bitcoin Hyper auf einen spannenden Ansatz. Das Projekt kombiniert Elemente aus dem Solana-Ökosystem mit der Sicherheit und Markenstärke von Bitcoin. Besonders wichtig ist dabei die geplante zk-proof-Bridge zwischen Layer-1 und Layer-2. Dadurch sollen schnelle Transaktionen, Skalierung und zusätzliche Anwendungen möglich werden, ohne vollständig auf die Bitcoin-Sicherheit verzichten zu müssen.
Hinzu kommt ein Staking-Modell mit aktuell rund 36 Prozent APY, das zusätzlich Aufmerksamkeit erzeugt. Genau diese Mischung aus starkem Narrativ, früher Marktphase und technologischem Fokus sorgt dafür, dass Bitcoin-L2 aktuell für viele Anleger als potenzieller Zukunftsmarkt innerhalb des Kryptosektors gilt.
Ihr Kapital ist im Risiko.


