Krypto-Karten gelten für viele als einer der wichtigsten Schritte Richtung Massenadoption. Nutzer können Stablecoins oder andere Kryptowährungen dabei ähnlich wie Fiatgeld im Alltag ausgeben – etwa beim Einkaufen, Reisen oder für Online-Dienste. Im Hintergrund werden die digitalen Assets oft direkt in Dollar oder lokale Währungen umgewandelt.
Genau deshalb sehen viele Analysten hierin einen der greifbarsten Use Cases der Branche. Besonders Stablecoins profitieren davon, weil sie schnelle und günstige Zahlungen ermöglichen. Der bekannte DeFi-Analyst Mat zeigt sich deshalb zunehmend bullisch. Für ihn beweisen die aktuellen Zahlen, dass Krypto nicht mehr nur Spekulation ist, sondern immer stärker als reales Zahlungsmittel genutzt wird. Genau diese Entwicklung könnte Stablecoins langfristig massiv stärken.
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Rekordzahlen bei Krypto-Karten im Mai
Die neuen Daten von Paymentscan und Kobeissi Letter zeigen einen starken Wachstumsschub bei Krypto-Karten. Das kumulierte Zahlungsvolumen erreichte zuletzt erstmals rund 7,8 Milliarden US-Dollar. Besonders auffällig: Seit Mai 2025 sollen die monatlichen Volumina um mehr als 230 Prozent gestiegen sein. Das deutet darauf hin, dass Stablecoins zunehmend im Alltag eingesetzt werden und nicht mehr nur innerhalb von Krypto-Börsen zirkulieren.
BREAKING: Cumulative crypto card payment volumes have reached a record $7.8 billion, with monthly volumes now up +230% since May 2025.
Crypto card adoption has rapidly accelerated in 2026 due to growing access to stablecoins as a payment rail through crypto cards.
In other… pic.twitter.com/nLIW0QCkys
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) May 27, 2026
Vor allem das Jahr 2026 scheint hier eine neue Dynamik ausgelöst zu haben. Immer mehr Anbieter integrieren Stablecoin-Zahlungen direkt in bestehende Kartensysteme. Nutzer können dadurch digitale Dollar ähnlich einfach verwenden wie klassische Bankkarten. Laut den Daten entfällt inzwischen sogar rund 90 Prozent der Onchain-Kartentransaktionen auf Visa-Partnerschaften und entsprechende Krypto-Infrastrukturen.
Als wichtiger Wachstumstreiber gilt dabei Jupiter Global. Das Projekt soll laut den veröffentlichten Zahlen in den vergangenen zwei Monaten einen Anstieg des Zahlungsvolumens von über 648 Prozent verzeichnet haben. Das zeigt, wie schnell sich neue Zahlungslösungen verbreiten können, sobald Nutzer einen klaren Mehrwert erkennen. Besonders Stablecoins wie USDC oder USDT profitieren davon, weil sie Preisschwankungen deutlich reduzieren und damit besser für alltägliche Zahlungen geeignet sind.
Warum die Entwicklung bullisch ist
Der DeFi-Analyst Mat sieht in den aktuellen Zahlen einen möglichen Wendepunkt für die gesamte Krypto-Industrie. Seiner Ansicht nach fand die eigentliche Massenadoption über den offensichtlichsten Anwendungsfall statt: Bezahlen. Während viele Jahre lang über NFTs, Metaverse oder komplexe DeFi-Produkte gesprochen wurde, nutzen Menschen Stablecoins nun zunehmend für reale Transaktionen im Alltag.
Genau das macht die Entwicklung aus seiner Sicht besonders bullish. Denn Stablecoins erfüllen damit erstmals eine Funktion, die klassische Finanzsysteme direkt ergänzt oder teilweise sogar effizienter macht. Nutzer können weltweit nahezu sofort bezahlen, ohne klassische Banküberweisungen oder hohe Gebühren nutzen zu müssen. Gleichzeitig profitieren Händler von schnellen Abwicklungen und globaler Reichweite.
Mass adoption happened with the most obvious use case possible.
People are paying for goods and services seamlessly with stablecoins.
Visa is capturing 90% of onchain card transactions via crypto.
Who would have thought? https://t.co/lpamUJo9Z2
— Mat (@MatDefies) May 27, 2026
Für Mat ist besonders relevant, dass Visa inzwischen eine dominierende Rolle im Bereich der Krypto-Kartenzahlungen einnimmt. Dadurch entsteht eine Brücke zwischen traditionellem Finanzsystem und Blockchain-Technologie. Stablecoins verlassen damit zunehmend die reine Krypto-Nische und werden Teil bestehender Zahlungsnetzwerke.
Genau diese Verbindung könnte laut ihm langfristig entscheidend werden. Denn sobald Verbraucher Kryptowährungen nutzen, ohne sich aktiv mit Wallets oder Blockchain-Technik beschäftigen zu müssen, könnte die Adoption deutlich schneller wachsen als viele bislang erwartet hatten.
Bitcoin bei Stablecoins bislang kaum relevant
Wenn es um Stablecoins und digitale Zahlungen geht, bleibt Ethereum aktuell der klare Marktführer. Der Großteil der Stablecoin-Liquidität läuft weiterhin über das Ethereum-Ökosystem. Vor allem USDC und USDT sind dort tief in DeFi, Zahlungsanwendungen und institutionelle Infrastruktur integriert. Direkt dahinter folgen Tron und Solana. Tron punktet besonders bei günstigen und schnellen USDT-Transfers, während Solana zuletzt stark bei Payments und Retail-Adoption gewachsen ist.
Bitcoin spielt in diesem Bereich bislang dagegen kaum eine Rolle. Das liegt vor allem daran, dass das Netzwerk ursprünglich nicht für schnelle Smart-Contract-Anwendungen oder komplexe Zahlungsinfrastruktur ausgelegt wurde. Genau hier setzen jedoch neue Bitcoin-L2-Lösungen an. Die Idee dahinter: Bitcoin soll nicht nur digitales Gold bleiben, sondern stärker als aktive Infrastruktur für Zahlungen, DeFi und Stablecoins genutzt werden können.
Sollte sich dieser Trend durchsetzen, könnte das langfristig auch die Nachfrage nach nativen Bitcoins erhöhen. Denn viele Layer-2-Konzepte nutzen BTC direkt als Basis-Asset oder Sicherheitsmechanismus. Genau deshalb sehen einige Anleger hier aktuell einen der spannendsten Narrative im Markt.
Ein Projekt, das in diesem Zusammenhang zunehmend Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Das Projekt setzt auf eine Bitcoin-L2-Infrastruktur und kombiniert laut Entwicklerteam die Vorteile von Solana mit der Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks. Im Fokus stehen schnelle Transaktionen, geringe Gebühren und eine verbesserte Skalierung für Anwendungen rund um Zahlungen und Stablecoins.
Technologisch arbeitet Bitcoin Hyper dabei mit einer zk-basierten Bridge zwischen Layer 1 und Layer 2. Gleichzeitig soll die Solana Virtual Machine integriert werden, wodurch deutlich mehr Anwendungen auf Bitcoin möglich werden könnten. Besonders auffällig bleibt aktuell die relative Stärke des Projekts im laufenden Presale. Trotz des schwachen Gesamtmarkts wurden bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt.
Zusätzlich lockt das Projekt mit einem Staking-Modell von derzeit rund 36 Prozent APY. Genau diese Mischung aus Bitcoin-Narrativ, Skalierungstechnologie und Stablecoin-Fantasie sorgt aktuell für zunehmendes bullisches Momentum rund um Bitcoin-L2-Projekte.
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