Coinbase-Aktie vor Comeback? BofA setzt Kursziel bei 340 USD

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Coinbase Tokenize

Die US-Großbank Bank of America (BofA) hat ihre Investmentempfehlung für die Aktie der US-Kryptobörse Coinbase von „Neutral“ auf „Kaufen“ angehoben. Gleichzeitig setzte die Bank ein neues Kursziel von 340 US-Dollar fest.

Zum Zeitpunkt der Analyse notierte die Coinbase-Aktie bei 245,77 US-Dollar. Daraus ergibt sich laut BofA ein Aufwärtspotenzial von rund 38 Prozent. Die Analysten verweisen darauf, dass der Kurs seit dem Hoch im Juli 2025 um etwa 40 Prozent gefallen sei, wodurch sich die Bewertung deutlich attraktiver darstelle.

Expansion in Aktien, ETFs und Prognosemärkte

BofA-Analyst Craig Siegenthaler sieht Coinbase auf gutem Weg, sich zu einer umfassenden Handelsplattform für verschiedenste Finanzprodukte zu entwickeln. Das Unternehmen verfolge zunehmend das Ziel, „eine Börse für alles“ zu werden.

Auf einer Produktveranstaltung im Dezember 2025 hatte Coinbase angekündigt, künftig auch den Handel mit Aktien, Bitcoin-ETFs sowie Prognosemärkten anzubieten. Dadurch vergrößere sich der adressierbare Markt erheblich und eröffne neue Umsatzquellen jenseits des klassischen Krypto-Handels.

Die Analysten begründen die Hochstufung zudem mit der beschleunigten Produktentwicklung in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 sowie der gleichzeitigen Kurskorrektur der Aktie. Coinbase wurde 2012 gegründet und ist heute die größte Kryptobörse der USA. Zudem ist das Unternehmen Teil des S&P 500, was seine institutionelle Relevanz unterstreicht.

Diversifizierung der Erlöse als strategischer Vorteil

Die Ausweitung auf neue Finanzprodukte gilt als zentraler Bestandteil der langfristigen Strategie von Coinbase. Durch die Diversifizierung der Erlösquellen will sich das Unternehmen unabhängiger von schwankenden Handelsvolumina im Kryptomarkt machen.

Langfristig könnte Coinbase auch davon profitieren, als Plattform für wachstumsstarke Kryptowährungen der nächsten Generation zu fungieren. BofA sieht darin zusätzliches Potenzial für steigende Nutzerzahlen und höhere Erträge.

Infrastruktur, Base und Tokenisierung im Fokus

Als wichtigen Wachstumstreiber hebt Bank of America die Layer-2-Blockchain „Base“ hervor, die auf Ethereum aufbaut und von Coinbase entwickelt wurde.

Sollte Base künftig einen eigenen Token erhalten, könnte dies laut BofA erhebliche Mittelzuflüsse sowie eine schnellere Nutzerakquise ermöglichen. Auch die Initiative „Coinbase Tokenize“, mit der reale Vermögenswerte wie Immobilien oder Anleihen tokenisiert werden sollen, wird von den Analysten positiv bewertet.

Politischer Rückenwind und langfristige Marktführerschaft

Zusätzlichen Rückenwind erwartet Bank of America von der US-Politik unter Präsident Donald Trump, insbesondere ab dem Jahr 2026. Ein kryptofreundlicheres regulatorisches Umfeld könnte das Wachstum der Branche beschleunigen.

BofA betont, dass sich der Kryptomarkt insgesamt noch in einer frühen Phase befindet. Aufgrund seiner etablierten Kundenbasis, seiner regulatorischen Erfahrung und seiner technologischen Infrastruktur habe Coinbase gute Chancen, sich langfristig als führende Plattform im globalen Krypto-Ökosystem zu behaupten.

By Jannick Habicht

Jannick Habicht ist ein leidenschaftlicher Krypto-Journalist und Content Creator, der sich auf aktuelle Nachrichten, Marktanalysen und Hintergrundberichte aus der Welt der digitalen Assets spezialisiert hat. Mit einem scharfen Blick für Trends und einem tiefen Verständnis der Blockchain-Technologie vermittelt er komplexe Themen verständlich und fundiert. Seine Artikel verbinden journalistische Sorgfalt mit praxisnahen Einblicken, von Bitcoin und Ethereum bis hin zu aufstrebenden Altcoins.