Der Kelp-DAO-Hack hat den DeFi-Sektor im April 2026 massiv erschüttert. Angreifer nutzten Schwachstellen rund um die Infrastruktur des Restaking-Protokolls aus und bewegten Vermögenswerte in Millionenhöhe. Besonders brisant: Der Vorfall traf erneut einen sensiblen Bereich des DeFi-Markts, nachdem bereits zuvor mehrere Cross-Chain- und Bridge-Protokolle attackiert worden waren.
Das Vertrauen in bestehende Infrastruktur-Lösungen geriet damit zunehmend unter Druck. Dennoch entstehen aus solchen Marktverwerfungen oft auch neue Gewinner. Genau hier rückt nun Chainlink stärker in den Fokus. Der LINK-Kurs legte in der vergangenen Woche zweistellig zu und zeigt gleichzeitig steigende Netzwerkaktivität.
Vor allem institutionelle DeFi-Projekte scheinen verstärkt auf die Cross-Chain-Infrastruktur von Chainlink zu setzen. Die jüngsten On-Chain-Daten von Santiment deuten deshalb auf ein zunehmend bullisches Momentum hin.
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Santiment sieht fundamentale Stärke bei Chainlink
Die On-Chain-Analysten von Santiment verweisen aktuell auf eine bemerkenswerte Entwicklung im Chainlink-Netzwerk. Am 9. Mai wurden laut den Daten 282.170 aktive LINK-Adressen registriert, einen Tag später noch einmal 264.090 aktive Wallets. Damit erreichte die Netzwerkaktivität den höchsten Stand seit September 2025. Entscheidend ist dabei laut Santiment nicht nur die reine Zahl der aktiven Adressen, sondern der Hintergrund dieser Bewegung. Denn die Aktivität entstand offenbar nicht durch kurzfristige Spekulation, sondern durch fundamentale Infrastruktur-Veränderungen im DeFi-Sektor.
Konkret sorgte zuletzt Solv Protocol für Aufmerksamkeit. Das Projekt kündigte an, mehr als 700 Millionen US-Dollar an tokenisierten Bitcoin-Assets von LayerZero zur Chainlink-CCIP-Infrastruktur zu migrieren. Betroffen sind dabei SolvBTC und xSolvBTC. Vorausgegangen war eine Sicherheitsüberprüfung nach dem Kelp-DAO-Exploit. Auch Kelp DAO selbst plant mittlerweile, Teile seiner Infrastruktur auf Chainlink CCIP umzustellen. Damit verschiebt sich institutionelle DeFi-Infrastruktur zunehmend weg von alternativen Bridge-Lösungen hin zum Chainlink-Ökosystem.
🔗 ChainLink just recorded its two highest address activity days in 8 months. On May 9th, 282,170 unique LINK addresses were active on the network, followed by 264,090 on May 10th. The network hasn’t seen these levels since September, 2025. When a metric like this erupts this… pic.twitter.com/qgQiiDI7EY
— Santiment Intelligence (@SantimentData) May 11, 2026
Santiment bewertet diese Entwicklung als besonders relevant, weil sie echte Protokollnutzung widerspiegelt. Historisch gingen starke Anstiege bei aktiven Adressen bei Chainlink häufig nachhaltigen Kursbewegungen voraus, statt nur kurzfristige Pumps auszulösen. Zusätzlich verweisen die Analysten auf Whale-Daten: Wallets mit 100.000 bis 10 Millionen LINK akkumulierten laut Santiment innerhalb von nur 30 Tagen rund 32,93 Millionen LINK. Diese Kombination aus wachsender Netzwerknutzung, institutionellen Infrastruktur-Migrationen und Whale-Käufen spricht laut Santiment für ein zunehmend bullisches Setup bei Chainlink – vorausgesetzt, der Gesamtmarkt bleibt stabil.
Chainlink-Adoption nimmt weiter Fahrt auf
Zusätzlich gewinnt Chainlink auch bei neuen Integrationen weiter an Dynamik. Laut aktuellen Angaben überschritt das Netzwerk inzwischen ein Transaktionsvolumen von über 30 Billionen US-Dollar, das durch Chainlink-Technologien abgesichert oder ermöglicht wurde. Gleichzeitig meldete das Projekt zuletzt rund zehn neue Integrationen über insgesamt 14 verschiedene Blockchains hinweg.
Besonders auffällig ist dabei die Bandbreite der Partner. Neben DeFi-Projekten wie KelpDAO oder Solv Protocol werden zunehmend auch institutionelle Akteure und Infrastruktur-Anbieter genannt. Dazu zählen unter anderem Galaxy, State Street oder Bermuda Monetary. Der Trend zeigt klar: Immer mehr Projekte setzen bei Cross-Chain-Kommunikation, Datenfeeds und Tokenisierung auf die Infrastruktur von Chainlink.
CHAINLINK ADOPTION IS ACCELERATING
Since reaching some $30 trillion in total transaction value enabled, the adoption of @Chainlink and its products appears to be surging.
in a recent adoption update, $LINK shared that there have recently been some 10 different integrations of… pic.twitter.com/dsNSPbiv5f
— BSCN (@BSCNews) May 11, 2026
CCIP als Infrastruktur-Trend – und warum Bitcoin-L2 plötzlich spannend wird
Der aktuelle Trend rund um Chainlink zeigt vor allem eines: Sichere Cross-Chain-Infrastruktur wird im Kryptomarkt immer wichtiger. Genau hier setzt das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP) von Chainlink an. Vereinfacht gesagt soll CCIP verschiedene Blockchains sicher miteinander verbinden und den Transfer von Daten, Token oder Smart-Contract-Befehlen ermöglichen. Gerade nach den zahlreichen Bridge-Hacks der vergangenen Jahre wächst die Nachfrage nach vertrauenswürdiger Infrastruktur enorm. Dass Projekte wie Solv Protocol oder Kelp DAO nun aktiv auf Chainlink CCIP migrieren, unterstreicht diesen Trend zusätzlich.
Doch parallel entsteht noch ein weiteres narratives Thema im Markt: Bitcoin-L2-Technologien. Denn während Ethereum bereits seit Jahren von Layer-2-Lösungen profitiert, galt Bitcoin lange als technisch eingeschränkt. Genau das wollen neue Projekte nun verändern. Ziel ist es, Bitcoin um Smart Contracts, schnelle Transaktionen und DeFi-Funktionen zu erweitern – ohne dabei die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks aufzugeben.
Ein Projekt, das aktuell besonders viel Aufmerksamkeit erhält, ist Bitcoin Hyper. Der Presale zeigt trotz schwierigem Marktumfeld bemerkenswerte relative Stärke und sammelte bereits rund 32,5 Millionen US-Dollar ein. Inhaltlich setzt Bitcoin Hyper auf einen Ansatz, der die Vorteile von Solana und Bitcoin kombinieren soll. Im Mittelpunkt steht dabei eine Bitcoin-L2-Infrastruktur mit hoher Skalierbarkeit und schnellen Transaktionen, während gleichzeitig die Sicherheit der Bitcoin-Basis erhalten bleiben soll.
Technologisch arbeitet das Projekt mit einer zk-basierten Bridge zwischen Layer-1 und Layer-2. Dadurch könnten Bitcoin-Anwendungen künftig deutlich effizienter und günstiger abgewickelt werden. Besonders spannend ist dabei die Idee, Bitcoin stärker in den DeFi-Sektor zu integrieren und so zusätzliche Nachfrage nach nativen BTC-Anwendungen zu schaffen. Genau dieser mögliche Nutzenzuwachs gilt für viele Analysten aktuell als eines der spannendsten Langfrist-Narrative im Kryptomarkt.
Zusätzlich lockt Bitcoin Hyper derzeit mit einem Staking-Modell von rund 36 Prozent APY, was dem Presale weiteres Momentum verleiht.
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