Bitcoin (BTC) stürzte in einer einzigen Sitzung um mehr als 8 % ab, durchbrach die kritische Unterstützung bei 71.000 USD und näherte sich 60.000 USD. Der Rückgang vergrößert den Drawdown von BTC auf etwa 46 % gegenüber seinem Dezember-Hoch nahe 126.000 USD und löste unter gehebelten Händlern weit verbreitete Panik aus.
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert Bitcoin bei 63.955 USD, ein Rückgang von 9,82 % innerhalb von 24 Stunden.
Der plötzliche Einbruch rief auch frühere Warnungen des BitMEX-Mitgründers Arthur Hayes in Erinnerung, der nach dem Crash ein sarkastisches „White Swan“-Bild in den sozialen Medien postete und damit andeutete, dass das, was wie ein überraschender Ausverkauf aussah, seiner Meinung nach ein lange erwartetes „Black Swan“-Ereignis war.
Maybe I should have looked for the black swan given the $BTC moves today. pic.twitter.com/hgsl5OhyVc
— Arthur Hayes (@CryptoHayes) February 5, 2026
Ausverkauf bei Tech-Aktien und Hebelabbau treiben Bitcoins Absturz voran
Bitcoins Einbruch erfolgte nicht isoliert.
Ein scharfer zweitägiger Ausverkauf beim Nasdaq unterstrich die wachsende Korrelation von Krypto mit US-Tech-Aktien. Als globale Tech-Aktien fielen, verschwand die Liquidität schnell über alle Risikoanlagen hinweg. Sobald BTC unter 71.000 USD fiel, folgten kaskadenartige Stop-Loss-Orders und Margin Calls.
Daten zeigen, dass über 700 Millionen USD an Long-Positionen an einem einzigen Tag liquidiert wurden, wodurch Schichten gehebelter Exposition im gesamten Markt effektiv beseitigt wurden.
Zusätzlicher Druck entstand durch:
- Bitcoin-Blockzeiten verlängerten sich Berichten zufolge auf etwa 20 Minuten, da die Rentabilität der Miner sank.
- Die Regierung Bhutans transferierte etwa Bitcoin im Wert von 22 Millionen USD an Börsen.
- Bedenken hinsichtlich möglicher Liquidationsrisiken im Zusammenhang mit den massiven Bitcoin-Beständen von MicroStrategy kamen wieder auf.
Diese Faktoren verstärkten die Angst und beschleunigten den Ausverkauf.
Strategiewechsel der Wale: Arthur Hayes steigt aus DeFi aus und setzt auf neue Wetten
Während Kleinanleger in Panik gerieten, deuteten On-Chain-Daten darauf hin, dass große Akteure bereits ihre Positionen neu ausrichteten.
Arthur Hayes hat kürzlich eine aggressive Portfolio-Umstrukturierung vorgenommen, bei der er fast Token im Wert von 1 Million USD (ENA und PENDLE) an Börsen transferierte, ein typisches Verkaufssignal, während er gleichzeitig eine beträchtliche Position im aufstrebenden Token HYPE aufbaute, die Berichten zufolge 5 Millionen USD übersteigt.
Dieser Schritt unterstreicht eine breitere Strategie der Wale: Sie ziehen sich aus überfüllten, liquiditätsbelasteten DeFi-Assets zurück und investieren in neuere Protokolle mit stärkerem narrativem Momentum.
Hayes’ These scheint klar: Während der Konsolidierungsphase von Bitcoin tendiert Kapital dazu, nach frischen Chancen mit strukturellem Wachstumspotenzial zu suchen, anstatt in Assets gefangen zu bleiben, die durch gehebelte Liquidationen belastet sind.
Ist 66.000 USD der Boden – oder nur eine weitere Station auf dem Weg nach unten?
Trotz überwältigender FUD (Angst, Unsicherheit und Zweifel), einschließlich kurzzeitiger Gerüchte über USDT-Instabilität, deuten historische Muster darauf hin, dass groß angelegte Hebelabbauphasen oft Marktböden vorausgehen.
Obwohl Hayes öffentlich weiterhin über „Black Swans“ scherzt, bleibt er mit seiner makroökonomischen Einschätzung konsequent: Diese „Mini-Finanzkrise“ könnte die Zentralbanken schließlich dazu zwingen, wieder zu einer lockeren Geldpolitik überzugehen.
Falls die globale Liquidität wieder zunimmt, glaubt Hayes, dass Bitcoin seine Rolle als führende Inflationsabsicherung zurückgewinnen und bis Jahresende möglicherweise 250.000 USD erreichen könnte.
Vorerst könnte der Kampf um 60.000 USD den letzten Stresstest des Marktes in diesem Zyklus darstellen. Da die Mining-Schwierigkeit voraussichtlich um etwa 14 % sinken wird, was den Druck auf die Miner verringert, steht die Kryptowelt an einem entscheidenden Wendepunkt.
Ob sich dies als „Dead-Cat-Bounce“ oder als generationenübergreifende Kaufgelegenheit erweist, könnte von einem entscheidenden Signal abhängen: wohin die Wale ihr Kapital als Nächstes diskret verlagern.
