5 beste Krypto-Fundraisings: Über 500 Mio. in Alpaca, VelaFi und Co.

Tranzparenz
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Der Kryptomarkt ist insgesamt solide in das Jahr 2026 gestartet. Bitcoin konnte in der vergangenen Woche um rund fünf Prozent zulegen und damit seine zuletzt stabile Tendenz weiter bestätigen. Neben der Kursentwicklung gab es jedoch auch abseits der Charts einige bullische Signale aus dem Markt. Vor allem im Bereich Unternehmensfinanzierungen und strategischer Übernahmen zeigt sich, dass weiterhin erhebliche Summen in den Sektor fließen.

Allein in der letzten Woche konnten die folgenden fünf Projekte zusammen mehr als 500 Millionen US-Dollar an frischem Kapital einsammeln oder für Akquisitionen einsetzen. Was steckt dahinter?

Alpaca: Brokerage-Infrastruktur für den API-getriebenen Wertpapierhandel

Alpaca ist ein auf Brokerage-Infrastruktur spezialisiertes Fintech, das über standardisierte APIs den Zugang zu Aktien-, ETF- und Krypto-Handel für Partnerplattformen ermöglicht. Zu den bekannten Integrationen zählen unter anderem Unternehmen wie Kraken und SBI Securities, die Alpacas Infrastruktur nutzen, um ihren eigenen Kunden regulierten Wertpapierhandel bereitzustellen, ohne selbst die komplette Broker-Backbone-Technologie betreiben zu müssen.

In der vergangenen Woche hat Alpaca eine Series-D-Finanzierungsrunde in Höhe von 150 Millionen US-Dollar abgeschlossen, die das Unternehmen mit 1,15 Milliarden US-Dollar bewertet. Angeführt wurde die Runde von Drive Capital, begleitet von weiteren Investoren wie DRW Venture Capital, Portage Ventures, Social Leverage und Endeavor Catalyst.

Das Geschäftsmodell von Alpaca zielt darauf ab, Brokerage-Funktionalitäten als modulare Infrastruktur anzubieten. Partner können so Handelsfunktionen, Verwahrung, Abwicklung und Reporting in ihre eigenen Produkte integrieren, ohne selbst eine vollständige Broker-Lizenzierungs- und Abwicklungsarchitektur aufbauen zu müssen. Der frische Kapitalzufluss soll vor allem in den weiteren Ausbau der Plattform, in internationale Expansion sowie in zusätzliche regulatorische und produktseitige Module fließen.

VelaFi: Stablecoin-basierte Finanzinfrastruktur für internationale Unternehmen

VelaFi positioniert sich derweil als Finanzinfrastruktur-Plattform, die Stablecoins gezielt für den globalen Zahlungs- und Abwicklungsverkehr von Unternehmen nutzbar macht. Der Fokus liegt darauf, grenzüberschreitende Transaktionen, Treasury-Management und Liquiditätssteuerung über eine einheitliche, digital-native Infrastruktur zu vereinfachen und zu beschleunigen. In der vergangenen Woche hat VelaFi eine Series-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von XVC und Ikuyo, mit Beteiligung unter anderem von BAI Capital, Alibaba und Planetree.

Die Plattform richtet sich vor allem an international tätige Unternehmen, die mit mehreren Währungen, unterschiedlichen Zahlungssystemen und komplexen Abwicklungsprozessen konfrontiert sind. Durch den Einsatz von Stablecoins sollen Zahlungsflüsse effizienter, transparenter und zeitlich besser planbar werden, während gleichzeitig klassische Bankenschnittstellen und Compliance-Prozesse in die Infrastruktur integriert bleiben. Das neue Kapital soll laut Unternehmensangaben in den Ausbau der technologischen Basis, in zusätzliche Integrationen mit Zahlungs- und Banking-Partnern sowie in die internationale Skalierung des Angebots fließen.

Bitcoin Hyper: Presale über 30,75 Mio. Dollar – Nachfrage nach Bitcoin-Layer-2 explodiert

Der Presale von Bitcoin Hyper fällt in eine Phase, in der sich viele Marktteilnehmer verstärkt mit neuen Krypto-Infrastrukturlösungen befassen. Mit bislang rund 31 Millionen US-Dollar eingesammeltem Kapital zählt das Projekt zu den größeren Fundraisings dieser Woche. Bitcoin Hyper adressiert ein bekanntes strukturelles Thema des Bitcoin-Netzwerks: Die Basisschicht gilt als äußerst sicher, ist jedoch für komplexere Anwendungen in Bezug auf Geschwindigkeit und Kosten nur begrenzt geeignet. Das Projekt setzt daher auf eine Layer-2-Architektur, bei der Transaktionen außerhalb der Haupt-Blockchain verarbeitet werden, während die finale Absicherung weiterhin über Bitcoin erfolgt.

Über eine spezielle Bridge können native BTC in das System eingebracht und dort genutzt werden. Als technische Basis dient die Solana Virtual Machine, die eine hohe Transaktionskapazität und flexible Smart-Contract-Funktionalität ermöglicht. Der HYPER-Token ist in das System für Gebühren, Staking und Governance eingebunden und übernimmt damit eine zentrale Rolle innerhalb der Plattform.

Hier haben Anleger übrigens den Vorteil, dass sie sich im Presale selbst beteiligen können. Der günstige Einstieg ist somit nicht nur für VC-Investoren möglich, sondern auch für private Anleger.

Ihr Kapital ist im Risiko.

Konnex: Dezentrales Marktprotokoll für autonome Systeme und Robotik

Konnex entwickelt ein dezentrales Marktprotokoll, das speziell auf die Anforderungen autonomer Systeme und robotischer Anwendungen ausgerichtet ist. Das Ziel ist es, Maschinen, Software-Agenten und autonome Geräte in die Lage zu versetzen, eigenständig Dienstleistungen, Daten oder Rechenleistung anzubieten und zu beziehen, ohne auf zentrale Vermittler angewiesen zu sein. In der vergangenen Woche konnte Konnex eine strategische Finanzierungsrunde über 15 Millionen US-Dollar abschließen. Zu den beteiligten Investoren zählen unter anderem LD Capital, Cogitent Ventures, Leland Ventures und M77 Ventures.

Das Protokoll setzt auf Blockchain-basierte Abrechnung, automatisierte Smart-Contract-Logik und standardisierte Schnittstellen, um Interaktionen zwischen autonomen Einheiten effizient und überprüfbar zu gestalten. Anwendungsfelder reichen von Robotik-Netzwerken über autonome Liefer- und Mobilitätssysteme bis hin zu dezentralen IoT-Ökosystemen.

Polygon baut regulierten Payment-Stack durch Übernahmen aus

Polygon Labs hat in der vergangenen Woche die Übernahmen von Coinme und Sequence bekannt gegeben und dafür insgesamt mehr als 250 Millionen US-Dollar aufgewendet. Mit diesen Akquisitionen verfolgt das Unternehmen das Ziel, einen vertikal integrierten, in den USA regulierten Zahlungs- und Stablecoin-Stack aufzubauen.

Coinme bringt dabei vor allem regulatorische Infrastruktur und Reichweite ein: Das Unternehmen verfügt über Lizenzen für Geldtransfers in 48 US-Bundesstaaten, bietet Fiat-On- und Off-Ramps und ermöglicht über ein Netzwerk von mehr als 50.000 Standorten in den USA den Umtausch von Bargeld in Kryptowährungen und umgekehrt.

Sequence ergänzt dieses Setup um Wallet-Infrastruktur und Werkzeuge für Cross-Chain-Transaktionen, die insbesondere eine vereinfachte Nutzeranmeldung und One-Click-Transaktionen ermöglichen sollen. Zusammen bilden beide Übernahmen die technologische Grundlage für Polygons sogenannte „Open Money Stack“-Strategie. Diese zielt darauf ab, Fiatgeld und Stablecoins nahtlos onchain zu bewegen und Polygon stärker als regulierte Zahlungsplattform zu positionieren.

By Martin Schmitt

Martin Schmitt ist ein erfahrener Autor mit einem tiefen Verständnis für die Krypto-, Blockchain- und Presale-Branche. Mit jahrelanger Erfahrung in der Branche teilt er sein umfangreiches Wissen und seine Einblicke durch seine fundierten Artikel und Analysen. Seine Leidenschaft für Innovationen und technologische Entwicklungen macht ihn zu einer angesehenen Stimme in der Szene.