Bitcoin Prognose: Neue Signale zeigen mögliche Erholung

Tranzparenz
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  • Bitcoin kämpft mit starken Kursbewegungen, während Analysten uneinige Signale bewerten.
  • Einige Indikatoren deuten auf einen möglichen Rebound hin, obwohl Makrofaktoren den Markt bremsen.
  • Banken wie Standard Chartered sehen dennoch Chancen für eine stärkere Rallye zum Jahresende.

Bitcoin steht erneut im Zentrum der Aufmerksamkeit, denn der Markt zeigt extreme Spannung zwischen Angst und Hoffnung. Während einige Indikatoren tiefrote Warnsignale senden, sprechen andere für einen bevorstehenden Aufschwung. Institutionen, Analysten und Trader blicken gespannt auf die kommenden Monate und fragen sich, ob ein kraftvoller Jahresend-Rallye bevorsteht oder der Markt weiter unter Druck bleibt. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Signale und erklärt, warum BTC trotz aller Risiken vor einer entscheidenden Phase stehen könnte.

Standard Chartered sieht das Ende des Ausverkaufs

Bitcoin ist nach dem Fall unter die Marke von 90.000 US-Dollar erneut unter Druck geraten, doch einige Experten sehen darin keinen Grund zur Panik. Standard Chartered betont, dass die jüngste Korrektur nur eine besonders starke Version früherer Rücksetzer ist, die in den vergangenen Jahren mehrfach aufgetreten sind. Der Leiter der Digital-Asset-Forschung, Geoff Kendrick, verweist auf extrem niedrige On-Chain-Werte wie MicroStrategys mNAV von 1,0, die historisch oft Wendepunkte markierten. Diese Einschätzung stärkt die Hoffnung auf eine Bodenbildung.

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Im gleichen Atemzug spricht die Bank von ihrem „Basisfall“ einer Rallye bis zum Jahresende. Diese Prognose stützt sich auf die Annahme, dass die Verkäufe ihren Höhepunkt überschritten haben. Unterstützt wird sie von Aussagen anderer Branchenstimmen wie Tom Lee, der sogar das traditionelle Vierjahres-Zyklusmodell infrage stellt. Die Branche blickt deshalb gespannt auf die kommenden Wochen, die entscheidend für die Marktstruktur sein dürften.

Indikatoren liefern widersprüchliche Signale

On-Chain-Daten verstärken das Bild eines Marktes im Umbruch, denn der Realized Loss Margin liegt aktuell bei etwa –16 Prozent. Dieser Wert fällt deutlich unter die –12-Prozent-Marke, die in der Vergangenheit häufig mit Erholungsphasen verbunden war. Analyst Ali weist darauf hin, dass solche Tiefpunkte selten lange anhalten, weil sie typischerweise Panikverkäufe widerspiegeln, die sich meist schnell umkehren. Daher gewinnt die Debatte an Fahrt, ob auch diesmal eine ähnliche Dynamik einsetzt.

Hier kommst du zu unserer detaillierten Prognose für Bitcoin.

Gleichzeitig sendet der SuperTrend-Indikator jedoch ein klares Verkaufssignal auf Wochenbasis. Dieses Signal gilt seit 2014 als zuverlässiger Hinweis für stärkere Abwärtsphasen, die im Schnitt zu Rückgängen von bis zu 61 Prozent führten. Überträgt man diesen Wert auf den aktuellen Markt, könnte ein Einbruch Richtung 40.000 US-Dollar möglich sein. Diese Gegensätze erschweren Investoren die Orientierung und verdeutlichen die hohe Unsicherheit im Markt.

Makrofaktoren bremsen Bitcoin aus

Interessanterweise profitiert Bitcoin trotz eines globalen M2-Zuwachses von über sieben Billionen US-Dollar seit Ende 2024 kaum vom steigenden Geldangebot. EndGame Macro beschreibt diese Situation als eine Art „besteuerte Liquidität“, da enorme Teile der Geldmenge in Staatsanleihen und kurzfristige Anlagen mit Renditen von 4 bis 5 Prozent fließen. Dadurch sinkt die Bereitschaft, in spekulative Assets zu investieren, die keinen laufenden Ertrag bieten. Dieser Effekt dämpft die sonst typische Liquiditätsrallye deutlich.

M2 Geldmenge der FED in den USA
M2 Geldmenge der FED in den USA

Somit steigen die Opportunitätskosten für Anleger spürbar an. Bitcoin reagiert darauf mit unruhigen Kursbewegungen, ausgelöst durch Short-Squeezes, Positionsanpassungen und makroökonomische Schocks. Das Marktumfeld wirkt insgesamt vorsichtiger. Optimisten argumentieren, dass Bitcoin unterbewertet sei und langfristig durch die Geldexpansion profitieren werde, während Skeptiker auf strukturelle Veränderungen im Verhältnis zwischen Liquidität und BTC-Preis verweisen.

Wie es für Trader und Investoren weitergeht

Anleger sollten sich laut Experten weiterhin auf hohe Volatilität einstellen. Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, Zinsentwicklungen und schwindender Liquidität macht BTC besonders anfällig für schnelle Richtungswechsel. Wenn sich Hebelpositionen auflösen oder politische Entscheidungen getroffen werden, können diese Ereignisse zu starken Ausschlägen führen. Deshalb bleibt ein defensiver Ansatz für viele Marktteilnehmer sinnvoll.

Lies hier über die BTC-Prognose von Robert Kiyosaki für 2026

Gleichzeitig betonen Analysten die Bedeutung von On-Chain-Indikatoren wie Realized Loss Margin und SuperTrend. Sie dienen zunehmend als Kompass für passende Einstieg- und Ausstiegszeitpunkte. Während Standard Chartered auf eine Erholung bis Jahresende setzt, bleibt offen, ob sich diese Einschätzung durchsetzt. Der Rest des Jahres wird zeigen, ob Bitcoin wieder Kraft sammelt oder weiter als riskantes, nicht renditetragendes Asset eingestuft wird.

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By Jakob Hofeditz

Seit 2018 ist Jakob in der Welt von Krypto und Blockchain unterwegs und ist für verschiedene Portale als Autor tätig. Besonders fasziniert ihn bei diesem Thema die Wechselwirkung mit der internationalen Wirtschaftspolitik, den Notenbanken und der Zukunft des Geldsystems.