US-Shutdown löst statistisches Chaos aus – Kryptomärkte geraten unter Druck

Tranzparenz
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bitcoin poylmarkt beitragsbild

Der Regierungs-Shutdown in den USA hat die Kryptomärkte stärker getroffen als erwartet. Anleger hofften zunächst, dass das Ende der Zwangspause frische Liquidität freisetzen würde. Doch laut der Trump-Regierung könnte das staatliche Datensystem während des längsten Shutdowns der US-Geschichte beschädigt worden sein. Die wichtigen Inflations- und Jobdaten für Oktober werden nicht veröffentlicht – ein statistischer Blackout mit weitreichenden Folgen für Bitcoin und andere Kryptowährungen.

Marktpsychologie dominiert: Bitcoin unter 100.000 Dollar

Investoren verlassen sich auf verlässliche Wirtschaftsdaten, um ihre Strategien anzupassen. Ohne diese Orientierungspunkte bewegen sich die Märkte nun im Blindflug. Dies geschieht in einer Phase, in der die Kryptomärkte nach einem monatelangen Rückgang ohnehin in abwartender Stimmung sind.

Bitcoin ist erneut unter die Marke von 100.000 US-Dollar gefallen und notiert aktuell bei rund 99.700 Dollar – ein Minus von knapp 2 Prozent in den letzten 24 Stunden. Auch Ethereum (ETH) steht unter Druck: Der Token ist in der letzten Stunde um 2 Prozent und innerhalb eines Tages um fast 5 Prozent gefallen und wird derzeit bei 3.250 Dollar gehandelt.

Die Stimmung überwiegt damit jede quantifizierbare Strategie. Der Fear & Greed Index von CoinMarketCap zeigt eine klare Dominanz der Angst. Das ohnehin fragile Umfeld könnte sich zusätzlich verschärfen, denn in 26 Tagen steht die nächste Fed-Zinsentscheidung an.

Coinmarketcap-Fear-Greed

Quelle: coinmarketcap.com

Fed könnte Zinsen unverändert lassen – Risikoappetit schwindet

Der Mangel an verlässlichen Daten erschwert Vorhersagen zur Geldpolitik. Zuvor rechneten viele Marktteilnehmer mit einer Zinssenkung noch vor Weihnachten, die den Kryptomärkten neuen Schwung hätte verleihen können. Nun könnte die Federal Reserve jedoch angesichts der unsicheren Datenlage Vorsicht walten lassen und die Zinsen unverändert halten.

Polymarket tax

Quelle: polymarket.com

Eine solche Entscheidung würde die erwarteten Impulse für die Liquidität ausbremsen und den Risikoappetit der Anleger weiter dämpfen. Auf der Prognoseplattform Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit eines Zinsstillstands innerhalb eines Tages von 26 auf 44 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sanken die Erwartungen einer 25-bps-Senkung von 72 auf 54 Prozent.

Auch ein strengerer Ton von Fed-Chef Jerome Powell ist nicht auszuschließen. Eine Zinserhöhung hat die Märkte bislang nicht durcheinandergebracht, doch ohne positive Signale dürfte der Kryptosektor zunehmend in eine defensive Strategie zur Kapitalerhaltung übergehen.

By Jannick Habicht

Jannick Habicht ist ein leidenschaftlicher Krypto-Journalist und Content Creator, der sich auf aktuelle Nachrichten, Marktanalysen und Hintergrundberichte aus der Welt der digitalen Assets spezialisiert hat. Mit einem scharfen Blick für Trends und einem tiefen Verständnis der Blockchain-Technologie vermittelt er komplexe Themen verständlich und fundiert. Seine Artikel verbinden journalistische Sorgfalt mit praxisnahen Einblicken, von Bitcoin und Ethereum bis hin zu aufstrebenden Altcoins.