- Der kombinierte Marktwert von Gold und Bitcoin nähert sich einem historischen Hoch im Verhältnis zur US-Geldmenge M2.
- Ein führender Analyst von Fidelity warnt, dass die leichten Gewinne dieser Inflations-Absicherungen bald vorbei sein könnten.
- Die Entwicklung erinnert an die Spitzenjahre 1933 und 1980 – doch diesmal sind beide „harten“ Währungen gemeinsam auf Rekordkurs.
Gold glänzt, Bitcoin funkelt – doch wie lange noch? Nach einem starken Jahr für beide Werte warnt ein erfahrener Marktstratege vor einer möglichen Trendwende. Seine Analyse zeigt, dass die Rally von Gold und Bitcoin im Verhältnis zur US-Geldmenge ein historisches Niveau erreicht hat. Für Anleger könnte dies ein entscheidender Moment sein: Läutet der Markt bereits das Ende des leichten Geldes ein?
Gold und Bitcoin auf Rekordkurs
Der kombinierte Marktwert von Gold und Bitcoin hat sich in den vergangenen Monaten rasant gesteigert. Laut aktuellen Daten nähert sich das Verhältnis dieser beiden Vermögenswerte zur US-Geldmenge M2 einem historischen Rekord. Beide gelten traditionell als Schutz vor Inflation und Währungsabwertung. Doch ein neuer Bericht von Fidelity-Analyst Jurrien Timmer deutet darauf hin, dass die Zeit der mühelosen Gewinne bald zu Ende gehen könnte.
Gold ist in diesem Jahr um fast 55 Prozent gestiegen, während Bitcoin rund 13 Prozent zulegen konnte. Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch die Angst vor einer anhaltenden Geldmengenausweitung und einer weiteren Schwächung des Dollars befeuert. Dennoch sieht Timmer nun ein mögliches Ende der Rally, die vor allem durch Inflationssorgen getragen wurde.
Das Ende der leichten Gewinne?
Timmer, Direktor für Global Macro bei Fidelity Investments, veröffentlichte seine Analyse am Freitag auf der Plattform X (ehemals Twitter). Darin zieht er Parallelen zwischen den heutigen Marktbedingungen und jenen der Inflationsspitzen in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren. Damals erreichte Gold einen historischen Höhepunkt, bevor es in eine längere Konsolidierungsphase überging.
The analog to the late 1990’s continues to play out, with the post-tariff tantrum rally looking almost identical to the post-LTCM rally in late 1998. We’ll see if the parallel continues.
If the post-1994 soft landing bull market was launched by the Netscape IPO in August 1995,… pic.twitter.com/M8Srsmcflx
— Jurrien Timmer (@TimmerFidelity) October 23, 2025
Der Analyst betont, dass die aktuelle Bewertung beider Vermögenswerte auf einen möglichen Wendepunkt hindeutet. Wenn Gold und Bitcoin als Absicherung gegen den fallenden Dollar dienen, dann könnte ihr „leichter Lauf“ bereits vorbei sein. Anleger sollten sich laut Timmer darauf einstellen, dass künftige Gewinne schwerer zu erzielen sein werden.
Vergleich mit der US-Geldmenge M2
Im Zentrum von Timmers Analyse steht der Vergleich zwischen der inflationsbereinigten Marktkapitalisierung von Gold und Bitcoin und der US-Geldmenge M2. Diese Kennziffer umfasst Bargeld, Sichteinlagen und kurzfristige Geldanlagen – also das Geld, das tatsächlich im Umlauf ist. In Phasen, in denen M2 schnell wächst, stiegen traditionell auch die Preise sogenannter „harter“ Vermögenswerte wie Gold.
If Bitcoin’s lagged M2 and gold correlations hold, the rest of the year could be very interesting. Charts below point to $167k–185k. pic.twitter.com/JJ2PvLcubn
— Tephra Digital LLC (@Tephra_Digital) September 3, 2025
Timmer argumentiert, dass sowohl Gold als auch Bitcoin in Zeiten expansiver Geldpolitik als Schutzmauer gegen Währungsentwertung fungieren. Beide Güter sind in ihrer Menge begrenzt – Gold physisch, Bitcoin algorithmisch. Ihre Knappheit macht sie für Investoren attraktiv, die sich gegen das unaufhörliche Drucken von Geld absichern wollen.
Historische Höchststände im Vergleich
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie außergewöhnlich die aktuelle Bewertung ist. Timmer erinnert an zwei frühere Phasen, in denen Gold im Verhältnis zur US-Geldmenge extreme Höhen erreichte: 1933 und 1980. In diesen Jahren machte der Marktwert des Edelmetalls 123 bzw. 140 Prozent der M2-Geldmenge aus.
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Heute liegt der kombinierte Wert von Gold und Bitcoin bei etwa 29 Billionen US-Dollar – das entspricht 133 Prozent der gesamten M2. Damit übertrifft der heutige Stand sogar das Niveau der 1930er-Jahre und nähert sich dem Allzeithoch von 1980. Timmer bezeichnet diesen Punkt als „kritisch“ und mahnt, dass Anleger das Risiko einer Überdehnung nicht unterschätzen sollten.
Was bedeutet das für Anleger?
Nach Timmers Einschätzung sind Gold und Bitcoin weiterhin strukturell starke Anlagen, besonders für langfristige Investoren. Doch die Zeiten rasanter Kursgewinne aufgrund reiner Inflationsangst könnten vorbei sein. Die fundamentalen Argumente für den Besitz bleiben bestehen, aber die Bewertung deutet auf eine mögliche Sättigung hin.
Er zieht den Vergleich zu den frühen 1980er-Jahren, als Gold nach seinem Rekordhoch zunächst stagnierte, bevor es Jahre dauerte, bis neue Höchststände erreicht wurden. Wer jetzt in Gold oder Bitcoin investiert, sollte daher nicht auf kurzfristige Renditen hoffen, sondern auf den langfristigen Werterhalt setzen.
Das Spiel des Vertrauens
Timmer fasst seine Analyse mit einem klaren Hinweis zusammen: „Wenn Gold eine Wette auf die fiskalische Dominanz der USA ist, könnte man argumentieren, dass die Wette nun ausgespielt ist.“ Damit deutet er an, dass die Märkte möglicherweise bereits das Maximum des Misstrauens gegenüber dem Dollar eingepreist haben.
Les hier, wieso einige Experten bei BTC noch dieses Jahr eine Rally bis 250k sehen.
Ob diese Einschätzung sich bestätigt, bleibt offen. Doch sie verdeutlicht, dass Gold und Bitcoin inzwischen zu einem gemeinsamen Barometer für das Vertrauen in die Geldpolitik geworden sind. Für viele Anleger stellt sich nun die Frage, ob sie Gewinne sichern oder auf eine weitere Entwertung der Papierwährungen setzen sollen. Abseits von Gold und Bitcoin läuft sich PepeNode aktuell im Presale warm, um die Regeln des Minings neu zu schreiben.
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