Laut dem bekannten Goldbefürworter Peter Schiff bleibt Bitcoin hinter dem gelben Metall zurück. Um seinen früheren Höchststand gegenüber Gold zu erreichen, müsste der Bitcoin-Kurs rund 148.000 US-Dollar betragen. Diese Diskussion flammt erneut auf, während Bitcoin ein neues Allzeithoch in US-Dollar erreicht und Gold die Marke von 4.000 Dollar je Unze testet. Der Vergleich zwischen den beiden Anlageklassen zeigt, wie unterschiedlich ihre Marktmechanismen sind.
148.000 Dollar: Schiffs „Gold-Schwelle“ für Bitcoin
Um seinen früheren relativen Höchststand gegenüber Gold wieder zu erreichen, müsste Bitcoin etwa 148.000 Dollar wert sein – so das wiederholte Argument von Peter Schiff. Er betont, dass Bitcoin in „Gold-Preisen“ immer noch rund 15 % unter seinem alten Spitzenwert liegt. Diese Zahl ist weniger eine Prognose als vielmehr ein technischer Referenzpunkt.
It’s a moving target as gold keeps rising. But based on where gold is now, Bitcoin would have to rise to about $148K to match it’s record high priced in gold.
— Peter Schiff (@PeterSchiff) October 6, 2025
Anfang Oktober überschritt Bitcoin kurzzeitig 126.000 Dollar, bei einer Marktkapitalisierung von rund 2,45 Billionen Dollar. Doch im Vergleich zu Gold relativiert sich diese Stärke.
Gold auf Rekordkurs – 4.000 Dollar pro Unze
Der Goldpreis hat auf den US-Futures erstmals die Marke von 4.000 Dollar pro Unze überschritten, getrieben von der Flucht in sichere Investments und Erwartungen sinkender Zinsen. Damit bewegt sich das Verhältnis BTC/XAU (Bitcoin zu Gold) auf beiden Seiten: Während Gold steigt, wird die Messlatte für Bitcoin höher.
Bitcoin und Gold: Rendite vs. risikoadjustierte Rendite
Der Kern des Vergleichs liegt in der Unterscheidung zwischen Bruttorendite und risikoadjustierter Rendite. In den letzten zwei Jahren hat Bitcoin nominal besser abgeschnitten, doch Gold bleibt stabiler. Laut Ecoinometrics zeigt sich: Beide Vermögenswerte führen, aber aus unterschiedlichen Gründen. Bitcoin belohnt Risiko, Gold stabilisiert Portfolios.
Das erklärt, warum der BTC/Gold-Ratio kein einfacher Aufzug ist. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit fließt Kapital in Gold; bei steigender Risikobereitschaft profitiert Bitcoin. Es ist ein Marktpendel zwischen Sicherheit und Rendite.
Bitcoin and gold remain the top performers.
Bitcoin still leads in total returns, while gold leads in risk-adjusted returns.
That pattern has held for two years, investors continue to favour hard assets. pic.twitter.com/xmNH7JWPIF
— ecoinometrics (@ecoinometrics) October 6, 2025
Was bedeutet Schiffs 148.000-Dollar-Ziel wirklich?
Wenn Gold stark steigt, verschiebt sich auch die „Neutralzone“ für Bitcoin nach oben. Die Marke von 148.000 Dollar ist kein Preisziel, sondern eine arithmetische Relation – abhängig von Volatilität, Liquidität und Marktstimmung beider Assets.
Sollte sich Gold stabilisieren und die Zuflüsse in Krypto-ETFs anhalten, könnte Bitcoin die von Schiff genannte Zone tatsächlich erreichen. In einer Euphoriephase wäre ein Sprung über 148.000 Dollar durchaus möglich.
Steigt Gold dagegen weiter, könnte Bitcoin kurzfristig zurückfallen, ohne dass der langfristige Aufwärtstrend gefährdet wäre. Langfristige Investoren werden eher schrittweise investieren, im Wissen, dass Golds Vorteil beim Risiko-Rendite-Verhältnis nur temporär ist.
Fazit: 148.000 Dollar sind kein Orakel – sondern ein bewegliches Ziel
Die Marke von 148.000 Dollar ist ein dynamischer Referenzwert in einem Duell zwischen Bitcoin und Gold. Gold gibt den Takt vor, während Bitcoin testet, wie weit die Risikobereitschaft des Marktes reicht.


