Kasachstan hat offiziell den Start seines ersten stablecoin-gestützten Tokens bekannt gegeben. Der KZTE, herausgegeben von der Kryptobörse Intebix in Zusammenarbeit mit der Eurasian Bank, ist an den kasachischen Tenge gekoppelt und wird auf der Blockchain Solana betrieben. Das Projekt befindet sich aktuell in einer Pilotphase – mit der Unterstützung von Mastercard, das für die internationale Interoperabilität sorgen soll.
Von der Sandbox zum nationalen Stablecoin
Die Entwicklung des KZTE ist das Ergebnis eines regulatorischen Experiments, das die kasachische Zentralbank bereits im März gestartet hatte. Im Rahmen einer Sandbox-Regulierung testete das Land die Machbarkeit eines digitalen Tenge-Stablecoins. Nun präsentiert sich der KZTE als erstes offizielles Stablecoin-Projekt des Landes – unterstützt durch die Zentralbank und mit dem Ziel, den Zugang zur digitalen Wirtschaft zu beschleunigen.
Digitalstrategie und Krypto-Infrastruktur
Kasachstan sieht in dem Stablecoin einen entscheidenden Schritt zur Förderung seiner digitalen Finanzlandschaft. Neben der Nutzung für Transaktionen und den Austausch mit Kryptowährungen soll der KZTE auch das Fundament für eine breitere Digitalstrategie bilden. Intebix und Eurasian Bank treten als lizenzierte Emittenten auf, während Solana die technische Infrastruktur stellt. Mastercard wiederum schafft die Brücke zu globalen Stablecoin-Anbietern.
BREAKING: The National Bank of Kazakhstan has launched the first tenge-backed KZTE stablecoin on Solana, in partnership with Mastercard, Intebix, and Eurasian Bank 🇰🇿🪙 pic.twitter.com/TTJD1be4cY
— Solana (@solana) September 23, 2025
Krypto-Fokus in Kasachstan
Das zentralasiatische Land ist längst kein Neuling im Krypto-Sektor. Aufgrund niedriger Stromkosten zählt Kasachstan zu den führenden Standorten im Bitcoin-Mining. Zudem prüft die Regierung, eigene Kryptowährungen zu schürfen, um die nationalen Devisenreserven zu stärken. Bereits im November 2023 führte die Zentralbank zudem den digitalen Tenge ein.
Auch auf regulatorischer Ebene bewegt sich viel: Seit Kurzem dürfen Kryptounternehmen ihre Lizenzgebühren bereits mit Stablecoins begleichen. Der KZTE ergänzt diese Entwicklung als weiteres Element in Kasachstans wachsender Krypto- und Digitalökonomie.
Stablecoins als geopolitisches Instrument
Mit dem KZTE reiht sich Kasachstan in die wachsende Zahl von Nationen ein, die eigene Stablecoins einführen. Nach dem US-Dollar, Euro oder dem russischen Rubel entsteht so eine immer breitere Palette staatlich gestützter Digitalwährungen. Weltweit arbeiten Länder wie Hongkong, Südkorea oder Japan ebenfalls an ähnlichen Projekten.
Besonders in Zentralasien ist Bewegung zu erkennen: Erst vor wenigen Monaten hatte Kirgistan mit dem A7A5 einen Stablecoin auf Basis des russischen Rubels eingeführt. Der KZTE ist damit der zweite staatlich unterstützte Stablecoin in der Region – und vermutlich nicht der letzte.
