Bitcoin Crash auch bei den ETFs: ARK verzeichnet großen Outflow

Tranzparenz
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ARK ETF Bitcoin Outflows
  • e Coin, der sich zur Zeit nochBitcoin ETFs erlebten ihre schwerste Woche seit Monaten mit massiven Kapitalabflüssen.
  • Ursache sind geopolitische Spannungen, Tarife und wachsende Angst vor der Fed-Sitzung.
  • Analysten warnen vor einer anhaltenden Risikoaversion, die den Kryptomarkt weiter belasten könnte.

Ein schwarzer Donnerstag für Bitcoin-ETFs: Milliarden fließen aus den Fonds, die einst als Brücke zwischen Wall Street und Krypto galten. Was als kleine Korrektur begann, entwickelte sich zu einem der stärksten Kapitalabflüsse seit dem Sommer. Analysten sehen darin mehr als nur kurzfristige Nervosität – sie sprechen von einer wachsenden Risikoaversion, die durch politische Spannungen und geldpolitische Unsicherheit befeuert wird.

Rekordabflüsse bei ARK Bitcoin ETF

Der ARK 21Shares Bitcoin ETF (ARKB) verzeichnete am 16. Oktober Abflüsse in Höhe von 275,2 Millionen US-Dollar – der größte Tagesverlust seit dem 1. August, als 327,9 Millionen Dollar abgezogen wurden. Dieser Rückgang markiert ein neues Tief für den Fonds, der einst als Hoffnungsträger institutioneller Bitcoin-Investoren galt. Analysten sprechen von einem deutlichen Vertrauensverlust, der sich über den gesamten ETF-Sektor erstreckt.

Auch andere Bitcoin-ETFs bluteten massiv: Insgesamt zogen Anleger am Donnerstag 530,9 Millionen Dollar ab, wie Daten von Farside Investors zeigen. Besonders betroffen waren BlackRock mit seinem IBIT-Fonds (minus 29,5 Millionen Dollar), Fidelitys FBTC (minus 132 Millionen) und Grayscale mit GBTC (minus 45 Millionen). Der Ausverkauf traf fast alle großen Anbieter gleichzeitig und zeigt, wie sensibel der Markt auf makroökonomische Risiken reagiert.

Schwache Woche für den gesamten Bitcoin-Markt

Über die Woche hinweg summierten sich die Abflüsse auf 858,7 Millionen Dollar, nur der Dienstag brachte kurzzeitig Zuflüsse. Damit war es eine der verlustreichsten Wochen für Bitcoin-Produkte seit Beginn des Jahres. Der anhaltende Verkaufsdruck verstärkte die Unsicherheit, die bereits durch geopolitische und wirtschaftliche Faktoren geschürt wurde. Der Fear and Greed Index drehte dazu deutlich in den Angst Bereich.

Hauptauslöser war die Ankündigung von Ex-Präsident Donald Trump, 100 Prozent Zölle auf chinesische Waren zu erheben. Diese Nachricht löste am Kryptomarkt den größten Liquidationsschub der Geschichte aus: Innerhalb von 24 Stunden wurden Positionen im Wert von 19 Milliarden Dollar aufgelöst. China signalisierte zwar Gesprächsbereitschaft, warf den USA jedoch vor, durch Drohungen „Panik“ zu erzeugen. Beide Länder planen ein Treffen zwischen Trump und Präsident Xi Jinping noch in diesem Monat.

Institutionelle Investoren auf Rückzug

„Wir sehen eine klare Verschiebung hin zu einer risikoarmen Haltung, besonders nach den jüngsten Aussagen der US-Regierung“, erklärte Ganesh Mahidhar von Further Ventures. Anleger ziehen sich aus risikoreichen und unkorrelierten Vermögenswerten zurück, um mögliche Marktverwerfungen abzufedern. Diese Vorsicht ist vor allem bei großen Fonds zu spüren, die Kapital in sicherere Anlageklassen umschichten.

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Hinzu kommen technische Belastungen: Das kurzzeitige De-Pegging des Ethereum-basierten USDe-Stablecoins sowie ein boykottartiger Sturm gegen Binance verstärkten die Nervosität. Für viele Marktteilnehmer rückte damit erneut das Thema Systemrisiko in den Vordergrund – besonders im empfindlichen Nach-Halving-Zyklus von Bitcoin.

ARK im Fokus der Spekulation

Laut Sean Dawson, Forschungsleiter bei Derive, gilt der ARK Bitcoin ETF als besonders volatil. „Obwohl der Fonds nur rund 50.000 BTC hält, führt er an Tagen mit Abflüssen regelmäßig den Sektor an“, sagte Dawson. Seit März 2024 liegen die Bestände des Fonds konstant zwischen 40.000 und 50.000 Bitcoin – ein Hinweis auf hohe Umschichtungen.

Im Gegensatz zu den stabileren Fonds von BlackRock und Fidelity, die eher langfristige Anleger anziehen, nutzen Investoren den ARK-Fonds häufiger für kurzfristige Spekulation. Diese dynamische Struktur erklärt, warum Abflüsse bei ARK oft stärker ausfallen als im Gesamtmarkt. Für viele Beobachter ist ARK damit ein Frühindikator für die Stimmung im institutionellen Kryptosegment.

Ausblick: Alle Blicke auf die Fed

Ob der Abwärtstrend anhält, hängt nun maßgeblich von kommenden Ereignissen ab. Besonders das Treffen des Federal Open Market Committee (FOMC) am 29. Oktober dürfte entscheidend sein. Eine weitere Straffung der Geldpolitik könnte den Druck auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin noch verstärken.

Mahidhar betonte: „Wenn die Unternehmensgewinne im dritten Quartal solide ausfallen und die Fed moderat bleibt, könnte der Abfluss gestoppt werden.“ Aktuell notiert Bitcoin laut CoinGecko bei 104.629 US-Dollar – ein Minus von 6,3 Prozent in 24 Stunden. Die Kryptowährung erholt sich nur langsam vom Schock der Tarifankündigung und bleibt anfällig für weitere Korrekturen.

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By Jakob Hofeditz

Seit 2018 ist Jakob in der Welt von Krypto und Blockchain unterwegs und ist für verschiedene Portale als Autor tätig. Besonders fasziniert ihn bei diesem Thema die Wechselwirkung mit der internationalen Wirtschaftspolitik, den Notenbanken und der Zukunft des Geldsystems.