Digitales Geld spaltet die Welt. Während viele Länder an Zentralbankwährungen arbeiten, bremsen die USA und schlagen einen Sonderweg ein. Ein neuer Vorstoß zu Stablecoins im Verteidigungshaushalt zeigt, dass die Fronten härter werden – und es geht um nicht weniger als die Zukunft von Geld, Freiheit und Kontrolle.
CBDC-Verbot im Verteidigungshaushalt
In den USA wollen Republikaner die Einführung von Zentralbank-Digitalwährungen (CBDCs) verhindern. Dazu wurde ein Passus in das 1.300 Seiten starke Verteidigungsbudget aufgenommen. Er untersagt der Federal Reserve, einen digitalen Dollar zu testen, zu entwickeln oder einzuführen.
Die Ausnahme gilt nur für digitale Währungen, die offen, erlaubnisfrei und privat sind – und damit denselben Schutz wie Bargeld bieten. Vor einigen Wochen machten zum Beispiel Amazon und Walmart mit ihren Überlegungen Schlagzeilen, eigene Stablecoins einzuführen. Ziel ist es, eine mögliche staatliche Überwachung zu verhindern. GOP-Mehrheitsführer Tom Emmer sprach von einem „Anti-CBDC Surveillance State Act“, der die Privatsphäre der Bürger sichern soll.
Politische Hintergründe des Widerstands
Der Widerstand gegen CBDCs ist in den USA stark parteipolitisch geprägt. Vor allem Republikaner treiben das Thema voran. Bereits 2023 scheiterte ein erster Versuch von Tom Emmer, ein entsprechendes Gesetz einzuführen. Mit dem Amtsantritt von Präsident Trump bekam die Initiative neuen Schwung.
Inzwischen durchläuft das Gesetzgebungsverfahren den Senat. Sollte es dort ebenfalls Zustimmung finden, wäre der digitale Dollar auf unbestimmte Zeit vom Tisch. Damit setzt die US-Regierung ein deutliches Zeichen gegen digitale Staatswährungen.
Globale Entwicklung von CBDCs
Während die USA blockieren, schreiten andere Länder voran. Laut dem Atlantic Council arbeiten 137 Staaten an digitalen Zentralbankwährungen, 72 davon in einem fortgeschrittenen Stadium. Europa testet bereits den digitalen Euro, China führt den digitalen Yuan in großem Stil ein.
Seit 2020 hat sich die Zahl der Projekte fast vervierfacht. Nur die USA bleiben eine Ausnahme, nachdem Trump per Erlass alle Arbeiten am digitalen Dollar gestoppt hat. Damit stellt sich Washington bewusst gegen den weltweiten Trend.
Argumente gegen digitale Zentralbankwährungen
Kritiker warnen vor weitreichenden Folgen. Die American Bankers Association (ABA) befürchtet, dass ein digitaler Dollar die Rolle der Banken schwächen könnte. Zudem drohten Risiken für Kreditvergabe, Liquidität und die Stabilität der Geldpolitik.
Auch Experten wie Nanak Nihal Khalsa von human.tech betonen die Gefahr von Überwachung. Er bezeichnet CBDCs als „programmierbares Geld“, das jederzeit missbraucht werden könne. In seinen Augen wäre es nur eine Frage der Zeit, bis staatliche Kontrolle zum Normalfall würde.
Stablecoins als Alternative
In den USA gewinnen private Stablecoins an Bedeutung. Unternehmen entwickeln digitale Dollar-Varianten, die auf Blockchain-Technologie basieren. Laut Khalsa tragen sie jedoch ähnliche Risiken, da private Firmen ebenfalls Daten sammeln und Nutzer ausschließen können.
Die Frage lautet also nicht nur „Staat oder Markt“. Vielmehr geht es um grundlegende Prinzipien wie Datenschutz, Offenheit und Vertrauen. Ohne eingebauten Schutz könnten Stablecoins genauso problematisch sein wie CBDCs.
Europäische Sichtweise zu Stablecoins
Aus Europa kommen andere Töne. Die Non-Profit-Organisation Finance Watch sieht die Probleme nicht im Konzept einer CBDC, sondern in deren Gestaltung. Mit „Privacy by Design“ könne ein digitaler Euro denselben Schutz wie Bargeld bieten.
Ein Sprecher betonte, dass es um die Kontrolle des Geldes gehe: Soll es von privaten Konzernen oder von der Zentralbank ausgegeben werden? Der digitale Euro wird daher als öffentliche Alternative entwickelt – als Ergänzung zu Bargeld, nicht als Ersatz.
Stablecoins – seien sie nun abhängig von Zentralbanken oder pirvatwirtschaftlich organisiert – werden sich in Zukunft immer weiter etablieren. Diesen spannenden Markt sollten Investoren also immer im Auge behalten. Die Märkte werden von den kommenden politischen Entscheidungen geprägt werden, und gerade auch die großen Player wie Bitcoin und Ethereum werden in Zukunft eine einflussreiche Rolle spielen. Daneben gibt es auch immer wieder neue Projekte, die unsere Aufmerksamkeit verdient haben, wie zum Beispiel Bitcoin HYPER.
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