Der Kryptomarkt zeigt sich in den letzten 24 Stunden deutlich erholt. Bitcoin klettert über die Marke von 116.000 US-Dollar und legt spürbar zu. Noch dynamischer präsentieren sich die Altcoins – allen voran Ethereum, das mit einem Kursplus von rund fünf Prozent als stärkster Coin unter den Top 10 heraussticht. Damit kehrt neues Momentum in den digitalen Währungsmarkt zurück. Einer der strukturell spannendsten Bereiche im Jahr 2025 bleibt jedoch Decentralized Finance – auch diese Woche mit frischen Entwicklungen, die Anleger jetzt kennen sollten.
Jupiter Lend startet Beta für Solana-Kreditmarkt
Mit Jupiter Lend startet ein neues Kreditprotokoll auf Solana in die private Beta-Phase. Unterstützt von Fluid, bringt der bekannte DEX-Aggregator Jupiter nun auch dezentrale Finanzierungen ins eigene Ökosystem. Die Plattform bietet Kreditrahmen mit bis zu 95 Prozent Loan-to-Value, geringe Liquidationsrisiken und automatisierte Ertrags-Vaults zur Renditeoptimierung.
Vorerst ist der Testlauf auf sechs Vaults mit je einer Million US-Dollar limitiert. Drei externe Audits sollen zusätzlich für Sicherheit sorgen. Der öffentliche Launch ist für Ende August angesetzt – inklusive neuer Multiply-Vaults und Incentives von mehr als zehn Partnerprojekten.
We're one step closer to launching the most advanced money market on Solana with @0xFluid
Today, the Jupiter Lend Private Beta is live for those on the waitlist 🥳
Public Launch (with incentives from 10+ partners) drops later this month
But first, let's set expectations… 🧵 pic.twitter.com/LKLYyvJXs9
— Jupiter (🐱, 🐐) (@JupiterExchange) August 5, 2025
Pendle startet Boros für Renditehandel auf Arbitrum
Am 6. August 2025 hat Pendle die neue Plattform Boros auf Arbitrum gelauncht. Das Ziel ist es, den Handel mit Finanzierungsraten von Bitcoin- und Ethereum-Perpetuals zu ermöglichen – ein bislang kaum erschlossenes Segment im DeFi-Bereich. Herzstück sind die sogenannten Yield Units (YUs), die den Ertrag einer bestimmten Nominalgröße – etwa 1 BTC oder 1 ETH – bis zum Laufzeitende abbilden.
Nutzer können damit gezielt auf Veränderungen der Finanzierungsraten spekulieren oder sich gegen diese absichern. Zum Start liegt das Open-Interest-Limit je Markt bei zehn Millionen US-Dollar, mit einem moderaten Hebel von 1,2x. Für Liquiditätsanbieter bietet Boros attraktive Ertragsquellen durch Swap-Gebühren, PENDLE-Incentives und Carry-Effekte. Künftig sollen auch weitere Assets wie SOL und BNB sowie Plattformen wie Hyperliquid und Bybit eingebunden werden.
In 24 hours since launch, @boros_fi has achieved:
• $15M in Open Interest
• $36M in Notional Trading Volume
• BTCUSDT-Binance market at full capacity (with OI cap recently being raised $10M → $15M)
• ETHUSDT-Binance reached 52%
• Both BTCUSDT and ETHUSDT Liquidity Vaults… pic.twitter.com/a1MmALmwVB— TN | Pendle (@tn_pendle) August 7, 2025
Nur einen Tag nach dem Start meldet Boros beeindruckende Kennzahlen: Das Open Interest stieg auf 15 Millionen US-Dollar, der Handelsumsatz auf 36 Millionen. Der BTCUSDT-Markt auf Basis von Binance erreichte rasch das ursprüngliche Limit, das daher von zehn auf 15 Millionen angehoben wurde. Auch der ETHUSDT-Markt ist bereits zur Hälfte ausgelastet. Beide zugehörigen Liquidity Vaults sind vollständig befüllt. Alle Transaktionen laufen stabil – ein durchaus gelungener Auftakt für Pendles neue Rendite-Plattform.
Trading-Bot Snorter explodiert – fast 3 Mio. $ eingesammelt
Der DeFi-Trading-Bot Snorter sorgt derweil für Furore in der Szene. In kurzer Zeit konnte das Protokoll nahezu drei Millionen US-Dollar im Presale einsammeln – ein deutliches Zeichen für das wachsende Interesse an automatisierten Handelslösungen im Krypto-Sektor. In einem zunehmend schnellen Marktumfeld gewinnen Tools an Bedeutung, die blitzschnelle Reaktionen ermöglichen. Genau hier setzt Snorter an: Die Plattform verwandelt den Telegram-Messenger in ein professionelles Trading-Interface und nutzt die Geschwindigkeit der Solana-Blockchain, um bei neuen Token-Listings frühzeitig agieren zu können.
Die Kernfunktion ist eine sogenannte Sniper-Logik, die Smart Contracts in Echtzeit scannt, Sicherheitsrisiken erkennt und algorithmisch entscheidet, ob sich ein Einstieg lohnt. Damit wird institutionellen Mechanismen eine neue, zugänglichere Form gegeben. Zusätzlich schützt Snorter vor typischen DeFi-Fallen wie Honeypots oder manipulierten Slippage-Werten. Der native Token SNORT erweitert den Funktionsumfang um Governance-Rechte, Staking-Möglichkeiten und exklusive Features.
Die technologische Basis, kombiniert mit einer anwenderfreundlichen Infrastruktur, macht Snorter zu einem potenziellen Schlüsselakteur im kommenden Altcoin-Zyklus. Der Presale läuft aktuell weiter, der Zugang erfolgt direkt über die Website. Wer also rabattiert SNORT Token erhalten und damit später rabattiert den Telegram-Bot nutzen möchte, muss sich ob der bevorstehenden Preiserhöhung etwas beeilen.
SEC schafft rechtliche Klarheit beim Liquid-Staking
Am 5. August 2025 veröffentlichte die US-Börsenaufsicht SEC ein richtungsweisendes Statement zur rechtlichen Behandlung von Liquid-Staking. Erstmals präzisiert die Behörde, unter welchen Bedingungen diese Form des Stakings nicht als Wertpapiergeschäft gilt. Laut der Division of Corporation Finance erfüllt Liquid-Staking nicht automatisch die Voraussetzungen des Howey-Tests, der zur Einordnung von Investmentverträgen herangezogen wird.
Entscheidend ist, dass Nutzer keine Gewinne aus unternehmerischen Leistungen Dritter erwarten. Liquid-Staking-Anbieter fungieren vielmehr als technische Dienstleister, die Vermögenswerte verwahren und Belohnungen automatisiert weiterleiten. Dies ist nach neu aufgestellter SEC ein administrativer, nicht unternehmerischer Akt.
JUST IN: 🇺🇸 SEC declares crypto liquid staking activities are not considered securities. pic.twitter.com/RqvzZodWAs
— Watcher.Guru (@WatcherGuru) August 5, 2025
Besonders hervorgehoben werden die sogenannten Staking Receipt Tokens, die lediglich den Anspruch auf hinterlegte Assets abbilden, ohne selbst Erträge zu generieren. Solange die zugrunde liegenden Kryptowährungen keine Wertpapiere darstellen und die Anbieter keine aktiven Investmententscheidungen treffen, fällt das Modell nicht unter das US-Wertpapierrecht.
Ventuals bringt Startup-Trading auf Hyperliquid
Ventuals will derweil über die DeFi-Blockchain Hyperliquid erstmals den Handel mit Anteilen an privat gehaltenen Unternehmen ermöglichen – noch bevor diese an die Börse gehen. Die Plattform nutzt dazu den HIP-3-Standard für Perpetual Futures, mit dem sich etwa auf OpenAI oder SpaceX spekulieren lässt. Unterstützt wird das Projekt von der renommierten Investmentfirma Paradigm. Kernstück ist ein „optimistic oracle“-Modell, bei dem Nutzer durch Abstimmungen und Einsätze marktkonforme Bewertungen erzeugen. Dies soll für Preistransparenz sorgen.
Hyperliquid bringt als technische Basis niedrige Latenzzeiten, gebührenfreien Handel und hohe Skalierbarkeit mit. Derzeit läuft Ventuals im Testnet. Der geplante Launch im Mainnet könnte ein neues Kapitel für den Zugang zu milliardenschweren, bisher institutionellen Märkten aufschlagen.
We’re making private markets public.
Soon, anyone will be able to trade startups before they IPO, something once limited to insiders and VCs.
Powered by @HyperliquidX 👇 pic.twitter.com/Gn4n1FwV1s
— Ventuals (@ventuals_) August 1, 2025
