Der Kryptomarkt startet in eine besonders spannende Woche: Am 4. Juli könnte rund um den CLARITY Act der nächste wichtige Schritt folgen. Das Gesetz soll in den USA endlich klarer regeln, welche digitalen Assets unter die SEC fallen, welche eher als Commodities gelten und wie DeFi-Protokolle, Börsen, Stablecoins und Token-Projekte künftig behandelt werden.
Genau deshalb schaut der Markt jetzt nicht nur auf Bitcoin, sondern zunehmend auf Altcoins mit echtem Umsatzmodell. Denn wenn regulatorische Klarheit kommt, könnten institutionelle Investoren stärker nach bewertbaren Krypto-Protokollen suchen – also nach Projekten, die wie digitale Unternehmen Cashflows erzeugen.
Beste Krypto Presales in 2026 – hier mehr erfahren
CLARITY Act als Altcoin-Katalysator: Warum Grayscale jetzt auf Umsatz-Protokolle schaut
Die These der Analystin ist klar: Sollte der CLARITY Act tatsächlich vorankommen, könnten institutionelle Gelder nicht automatisch in die „billigsten“ Altcoins fließen, sondern in jene Protokolle, die sich fundamental bewerten lassen. Genau hier setzt die neue Grayscale-Analyse an. Während Bitcoin primär über Knappheit, Nachfrage, Makro-Liquidität und ETF-Flows bewertet wird, lassen sich Protokolle wie Hyperliquid, Aave, Uniswap, PancakeSwap, Pump.fun oder Jupiter zunehmend über Umsätze, Gebühren und Multiples einordnen. Das macht sie für professionelle Investoren greifbarer.
Grayscale listet 15 große umsatzstarke Krypto-Protokolle. Auffällig ist: Viele davon kommen aus dem Finanzbereich. Laut der geteilten Übersicht führt Hyperliquid mit rund 871 Millionen US-Dollar Protokollumsatz in den letzten zwölf Monaten, gefolgt von Pump.fun mit etwa 459 Millionen US-Dollar und PancakeSwap mit rund 322 Millionen US-Dollar.
Besonders spannend: Einige dieser Protokolle handeln laut Grayscale nur bei etwa dem einfachen Jahresumsatz, während Hyperliquid trotz Spitzenumsatz bereits mit einem deutlich höheren Multiple bewertet wird.
The new @Grayscale research has me thinking about where institutional flows go next, if CLARITY actually passes.
Hint: not the cheapest names on the list.
Here's what it argues:
→ Assets like BTC are valued on supply and demand, while protocols like Hyperliquid can now be… pic.twitter.com/zohoEvaBak
— Stacy Muur (@stacy_muur) June 27, 2026
Das bullische Argument dahinter: Wenn US-Regulierung klarer wird, sinkt für institutionelle Investoren das Rechtsrisiko. Dann könnten sie eher bereit sein, DeFi- und Onchain-Finanzprotokolle wie wachstumsstarke FinTechs oder Software-Unternehmen zu bewerten. Gerade niedrige Umsatzmultiples wirken dann attraktiv, weil viele Krypto-Protokolle mit extrem schlanken Kostenstrukturen arbeiten.
Dennoch bleibt das spekulativ: Der CLARITY Act ist noch nicht endgültig durch, muss politische Hürden nehmen und kann sich inhaltlich weiter verändern. Kommt jedoch echte Rechtssicherheit, könnte genau diese Kategorie zu den Gewinnern zählen.
Dämpfer für den CLARITY Act: Galaxy senkt Chancen auf 50 Prozent
Der jüngste Galaxy-Kommentar bremst die Euphorie rund um den CLARITY Act spürbar. Zwar bleibt der Gesetzesentwurf inhaltlich ein potenzieller Gamechanger für Krypto, doch Galaxy Research senkt die Wahrscheinlichkeit für eine Verabschiedung im Jahr 2026 nun von 60 auf 50 Prozent.
Entscheidend ist laut Galaxy-Research-Chef Alex Thorn nicht primär der politische Inhalt, sondern der enge Zeitplan im Senat. Der Entwurf hatte zwar am 14. Mai den Senate Banking Committee passiert und liegt seit 1. Juni auf dem Senate Legislative Calendar, doch bislang fehlen ein konkreter Termin für die Abstimmung und ein final zusammengeführter Banking-Agriculture-Text.
Galaxy Research Cuts 2026 CLARITY Act Passage Odds to 50%
Galaxy Research Head of Research @intangiblecoins said the firm has lowered its odds of the CLARITY Act becoming law in 2026 from 60% to 50%, citing a tightening Senate calendar and limited progress in negotiations.… pic.twitter.com/M25UYyw5B9
— Wu Blockchain (@WuBlockchain) June 29, 2026
Damit wird die erste Juli-Woche besonders wichtig. Galaxy argumentiert, dass Senate Majority Leader John Thune spätestens Anfang Juli Floor Time ankündigen müsste, damit Debatte, Änderungsprozess, Abstimmung und anschließende House-Action noch vor der August-Pause möglich sind.
Ohne diese Terminierung könnte sich der Prozess in den September verschieben – und dann würde der Midterm-Kalender die Chancen deutlich verschlechtern. Für Altcoins heißt das: Der regulatorische Katalysator bleibt intakt, ist aber zeitlich unsicherer geworden.
Ein schneller Durchbruch wäre bullisch für umsatzstarke DeFi- und Finanzprotokolle, ein Aufschub dürfte dagegen kurzfristig Enttäuschung und Gewinnmitnahmen auslösen.
Wer ebenfalls profitieren könnte: Bitcoin Hyper zeigt relative Stärke
Sollte der CLARITY Act tatsächlich vorankommen, dürfte der Blick vieler Anleger zunächst auf etablierte DeFi- und Finanzprotokolle fallen. Doch zugleich könnte ein klareres regulatorisches Umfeld auch die Risikobereitschaft im breiteren Altcoin-Markt erhöhen. Genau hier lohnt sich der Blick auf Projekte, die schon jetzt relative Stärke zeigen – selbst in einem schwachen Marktumfeld. Während viele Altcoins zuletzt deutlich an Momentum verloren haben, gibt es einzelne Ausnahmen, bei denen Kapitalzuflüsse weiter sichtbar bleiben.
Ein Projekt, das in diesem Kontext besonders spannend wirkt, ist Bitcoin Hyper. Während Bitcoin selbst zwar weiterhin der wichtigste Vermögenswert im Krypto-Sektor bleibt, ist das Netzwerk im Vergleich zu modernen Smart-Contract-Blockchains funktional begrenzt. Bitcoin Hyper setzt genau an dieser Schwachstelle an und will Bitcoin nützlicher machen: Das Projekt kombiniert die Sicherheit und Bekanntheit von Bitcoin mit Vorteilen, die Anleger bisher eher von Solana kennen – also schnelle Transaktionen, niedrige Gebühren und eine höhere Skalierbarkeit.
Technologisch spannend ist vor allem der Ansatz über eine Bitcoin-Layer-2 mit ZK-Proof-Bridge. Dadurch soll BTC in ein leistungsfähigeres Ökosystem eingebunden werden, ohne den Kernnutzen von Bitcoin als knappes, dezentrales Asset aufzugeben. Im Idealfall entsteht damit eine Infrastruktur, die Bitcoin nicht nur als Wertspeicher, sondern auch als Basis für Anwendungen, DeFi und Onchain-Aktivität nutzbar macht.
Auch marktseitig fällt Bitcoin Hyper auf. Der Presale zeigt trotz schwachem Gesamtmarkt klare relative Stärke und hat bereits rund 33 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das deutet darauf hin, dass Anleger weiterhin bereit sind, Kapital in neue Krypto-Narrative mit starkem Wachstumspotenzial zu lenken. Hinzu kommt ein Staking-Angebot mit aktuell rund 36 Prozent APY, das zusätzliche Nachfrage erzeugen kann.
Ihr Kapital ist im Risiko.

