{"id":8247,"date":"2026-01-16T14:03:00","date_gmt":"2026-01-16T14:03:00","guid":{"rendered":"https:\/\/icobench.com\/de\/?p=8247"},"modified":"2026-01-16T14:03:10","modified_gmt":"2026-01-16T14:03:10","slug":"mit-kryptowaehrungen-zahlen-studie-sieht-stablecoin-karten-als-megatrend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icobench.com\/de\/news\/mit-kryptowaehrungen-zahlen-studie-sieht-stablecoin-karten-als-megatrend\/","title":{"rendered":"Mit Kryptow\u00e4hrungen zahlen: Studie sieht Stablecoin-Karten als Megatrend"},"content":{"rendered":"

Stablecoins haben 2025 ein beeindruckendes Comeback hingelegt und sich endg\u00fcltig als feste Gr\u00f6\u00dfe im Kryptomarkt etabliert. Laut Daten von rwa.xyz<\/a> sind inzwischen rund 300 Milliarden US-Dollar an Stablecoins im Umlauf. Die Nutzung nimmt weltweit zu, sowohl im Handel als auch im Zahlungsverkehr. Doch der n\u00e4chste gro\u00dfe Katalysator f\u00fcr die Massenadoption k\u00f6nnte bereits bereitstehen: Stablecoin-Karten, die digitales Geld nahtlos in den Alltag bringen.<\/p>\n

Darauf verweist jetzt eine neue Artemis-Studie.<\/a><\/p>\n

Stablecoin-Karten: Der n\u00e4chste gro\u00dfe Umbruch im Zahlungsverkehr<\/span><\/h2>\n

Was lange als Nischenprodukt f\u00fcr Krypto-Enthusiasten galt, entwickelt sich rasant zu einem der dynamischsten Segmente im digitalen Zahlungsverkehr: Stablecoin- und Krypto-Karten. Eine neue, umfangreiche Analyse von Artemis zeigt, wie stark dieses Marktsegment seit 2023 gewachsen ist.<\/p>\n

Das monatliche Zahlungsvolumen stieg laut der Studie von rund 100 Millionen US-Dollar Anfang 2023 auf \u00fcber 1,5 Milliarden US-Dollar Ende 2025. Hochgerechnet entspricht das einem annualisierten Volumen von mehr als 18 Milliarden US-Dollar, bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 106 Prozent pro Jahr.<\/p>\n

\"Stablecoins\"<\/p>\n

Damit haben Krypto-Karten in nur zwei Jahren zu klassischen Peer-to-Peer-Stablecoin-Transfers aufgeschlossen, die aktuell bei rund 19 Milliarden US-Dollar Jahresvolumen liegen, allerdings im selben Zeitraum nur um f\u00fcnf Prozent gewachsen sind. Die Artemis-Studie macht deutlich: W\u00e4hrend einfache Wallet-zu-Wallet-Transfers stagnieren, verlagert sich die reale Nutzung zunehmend in Richtung Alltagszahlungen.<\/p>\n

Das Grundprinzip ist einfach: Krypto-Karten verbinden Stablecoin- oder Kryptoguthaben mit dem bestehenden Visa- und Mastercard-Netzwerk. F\u00fcr den H\u00e4ndler \u00e4ndert sich nichts, er erh\u00e4lt Fiatgeld. Im Hintergrund wird das digitale Guthaben des Nutzers automatisch konvertiert.<\/p>\n

\"Artemis\"<\/p>\n

Visa treibt Stablecoin-Wachstum an<\/span><\/h3>\n

Noch wird der Gro\u00dfteil aller Transaktionen \u00fcber klassische Fiat-Abwicklungsschienen abgewickelt. Doch auch die native Stablecoin-Abrechnung gewinnt an Fahrt. Visa meldete f\u00fcr das vierte Quartal 2025 ein annualisiertes Stablecoin-Kartenvolumen von 3,5 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein Plus von 460 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Trotzdem entspricht das erst rund 19 Prozent des gesamten Krypto-Kartenvolumens.<\/p>\n

\"artemis<\/p>\n

Ein zentrales Ergebnis der Artemis-Studie betrifft die Marktstruktur. Zwar gibt es inzwischen jeweils \u00fcber 130 Programme auf Visa und Mastercard, doch Visa kontrolliert mehr als 90 Prozent des Onchain-Volumens. Der Grund liegt in der Strategie: Visa arbeitet fr\u00fch und eng mit spezialisierten Infrastrukturanbietern wie Rain oder Reap zusammen. Diese sogenannten Full-Stack-Issuer halten eine direkte Mitgliedschaft im Visa-Netzwerk und k\u00f6nnen Karten ohne zwischengeschaltete Banken ausgeben. Dadurch b\u00fcndeln sie Programmmanagement, Abwicklung und Ausgabe in einer Hand \u2013 und behalten einen gr\u00f6\u00dferen Teil der Wertsch\u00f6pfung.<\/p>\n

Geografisch konzentriert sich die Nachfrage dort, wo Stablecoins reale Probleme l\u00f6sen. Besonders auff\u00e4llig sind Indien und Argentinien. In Indien flossen in den zw\u00f6lf Monaten bis Juni 2025 laut Studie rund 338 Milliarden US-Dollar in den Kryptomarkt, trotz massiver steuerlicher H\u00fcrden.<\/p>\n

\"artemis\"<\/p>\n

Gleichzeitig dominiert dort das Instant-Payment-System UPI bereits 83 Prozent aller digitalen Zahlungen. Die Chance f\u00fcr Krypto-Karten liegt hier weniger im Ersatz von Debitkarten, sondern in der Verbindung von Krypto-Guthaben mit bestehenden Zahlungsschienen. In Argentinien wiederum, wo 46,6 Prozent der Stablecoin-Nutzung auf USDC entfallen, dienen Stablecoin-Karten vor allem als Inflationsschutz und Zugang zu \u201edigitalen Dollars\u201c.<\/p>\n

Auch auf der Produktseite zeigt sich eine klare Differenzierung. Neben Karten von B\u00f6rsen wie Coinbase, Binance oder Gemini gewinnen Non-Custodial-Wallet-L\u00f6sungen wie MetaMask oder Phantom an Bedeutung. Besonders spannend ist, dass einige Wallets inzwischen eigene Stablecoins eingef\u00fchrt haben. Phantoms CASH wuchs innerhalb weniger Monate von 25 auf rund 100 Millionen US-Dollar Umlaufmenge, w\u00e4hrend MetaMask mUSD nach einem Hoch von 100 Millionen wieder auf etwa 25 Millionen zur\u00fcckfiel.<\/p>\n

\"Artemis<\/p>\n

Stablecoin-Karten als Megatrend<\/span><\/h3>\n

Die zentrale These der Analyse: Nicht die direkte Akzeptanz von Stablecoins im Laden wird den Durchbruch bringen, sondern die Kombination aus global akzeptierten Karten und Stablecoins als Wertaufbewahrungs- und Abwicklungsschicht im Hintergrund. Karten liefern die Reichweite, Stablecoins die Effizienz f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Zahlungen.<\/p>\n

Das Fazit der Analysten ist dabei ambitioniert. Stablecoin-Karten werden zum Katalysator f\u00fcr Wachstum bei Stablecoins:<\/p>\n

\n

\u201eWir blicken optimistisch in die Zukunft von Stablecoins und der Kryptowirtschaft im Allgemeinen. Das Zahlungsvolumen mit Stablecoins wird weiter steigen, die direkte Akzeptanz durch H\u00e4ndler wird zunehmen und die Infrastruktur wird sich verbessern.<\/p>\n

Kryptokarten werden parallel zur Verbreitung von Stablecoins weiter wachsen, indem sie bestehende H\u00e4ndlernetzwerke nutzen und eine Br\u00fccke zwischen digitalen Verm\u00f6genswerten und dem realen Handel schlagen.<\/p>\n

Kryptokarten sind die Infrastruktur f\u00fcr die n\u00e4chste Phase der Verbreitung von Stablecoins.\u201c<\/p>\n

Wird Bitcoin Zahlungsmittel? Darauf setzt diese Layer-2<\/span><\/h2>\n<\/blockquote>\n

Bitcoin wurde urspr\u00fcnglich nicht als reines Spekulationsobjekt oder digitales Wertaufbewahrungsmittel konzipiert, sondern als elektronisches Zahlungssystem f\u00fcr den Alltag. Schon im Whitepaper von Satoshi Nakamoto tr\u00e4gt das Netzwerk den Titel \u201eA Peer-to-Peer Electronic Cash System\u201c. Die Idee war, dass Menschen weltweit direkt miteinander bezahlen k\u00f6nnen, ohne Banken oder andere Vermittler. In den fr\u00fchen Jahren wurde Bitcoin tats\u00e4chlich f\u00fcr einfache K\u00e4ufe genutzt. Wer kennt nicht den Bitcoin Pizza Day, als eine einfache Pizza mit Bitcoin erworben wurde. Mit steigender Nutzung und begrenzter Blockkapazit\u00e4t wurden Transaktionen jedoch langsamer und teurer. Dadurch verlagerte sich der Fokus zunehmend vom Bezahlen hin zum \u201edigitalen Gold\u201c. Als Massen-Zahlungsmittel konnte sich Bitcoin bisher nicht durchsetzen.<\/p>\n

Layer-2-L\u00f6sungen sollen Bitcoin nun skalieren, Transaktionen beschleunigen, Geb\u00fchren senken und allt\u00e4gliche Zahlungen erstmals wirklich praktikabel machen.<\/p>\n

Das neue Krypto-Projekt Bitcoin Hyper setzt genau dort an, wo das Bitcoin-Netzwerk seit Jahren an strukturelle Grenzen st\u00f6\u00dft: bei Geschwindigkeit, Kosten und programmierbarer Funktionalit\u00e4t. \u00dcber eine Layer-2-Architektur wird die Sicherheit von Bitcoin genutzt, w\u00e4hrend die eigentliche Rechenarbeit auf eine separate, deutlich leistungsf\u00e4higere Ebene ausgelagert wird. Das technische Herzst\u00fcck bildet dabei die Solana Virtual Machine, die es erm\u00f6glicht, Smart Contracts mit sehr geringer Latenz und hoher Parallelisierung auszuf\u00fchren.<\/p>\n

Transaktionen werden in Rollups geb\u00fcndelt und anschlie\u00dfend komprimiert an die Bitcoin-Basisschicht zur\u00fcckgespielt. Zero-Knowledge-Proofs sorgen daf\u00fcr, dass diese Abwicklung effizient verifiziert werden kann, ohne das Netzwerk mit unn\u00f6tigen Daten zu belasten. Eine zentrale Rolle spielt die Canonical Bridge: \u00dcber sie lassen sich native BTC in das System \u00fcbertragen und als abgesicherte HYPER-BTC im Layer-2-\u00d6kosystem nutzen. So bleibt der Bezug zu echtem Bitcoin erhalten, w\u00e4hrend gleichzeitig schnelle und g\u00fcnstige Transaktionen m\u00f6glich werden.<\/p>\n