{"id":4235,"date":"2025-08-22T04:34:14","date_gmt":"2025-08-22T04:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/icobench.com\/de\/?p=4235"},"modified":"2025-08-22T04:34:14","modified_gmt":"2025-08-22T04:34:14","slug":"neue-gefahr-fuer-bitcoin-droht-die-erste-51-attacke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/icobench.com\/de\/news\/neue-gefahr-fuer-bitcoin-droht-die-erste-51-attacke\/","title":{"rendered":"Neue Gefahr f\u00fcr Bitcoin: Droht die erste 51%-Attacke?"},"content":{"rendered":"

In den vergangenen Wochen haben 51%-Attacken auf Proof-of-Work (PoW) Blockchains erneut f\u00fcr Schlagzeilen gesorgt. Ausl\u00f6ser waren j\u00fcngste Kampagnen von Qubic, die die Diskussion \u00fcber die Sicherheit von Blockchains wieder aufflammen lie\u00dfen, mit einer zentralen Frage: K\u00f6nnte selbst Bitcoin jemals Opfer einer solchen Attacke werden?<\/strong><\/p>\n

Zwei Mining-Pools nahe an der 50%-Marke<\/span><\/h2>\n

Der Zeitpunkt ist brisant: Zwei gro\u00dfe Mining-Pools n\u00e4hern sich zusammen der Kontrolle von rund 50 % der gesamten Bitcoin-Hashrate. Das wirft die Frage auf, ob die gr\u00f6\u00dfte und wichtigste Blockchain der Welt theoretisch kompromittiert werden k\u00f6nnte.<\/p>\n

Was ist eine 51%-Attacke?<\/span><\/h2>\n

Proof-of-Work Blockchains wie Bitcoin st\u00fctzen sich auf Miner, die mit Rechenleistung das Netzwerk sichern. Diese gesamte Rechenleistung wird als Hashrate bezeichnet. Normalerweise gilt die Blockchain als unver\u00e4nderlich, da Manipulationen nahezu unm\u00f6glich sind.
\nDoch kontrolliert ein einzelner Akteur oder ein Zusammenschluss mehr als 51 % der Hashrate, k\u00f6nnten Transaktionen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht, doppelt ausgegeben oder neue Bl\u00f6cke blockiert werden, ein direkter Angriff auf die Integrit\u00e4t des Netzwerks.<\/p>\n

Von der Theorie zur Praxis<\/span><\/h2>\n

Lange Zeit galten 51%-Attacken als theoretisch, da die Kosten den potenziellen Gewinn \u00fcberstiegen. Doch mit dem Aufkommen von Hashrate-Mietdiensten k\u00f6nnen Angreifer heute zeitweise gen\u00fcgend Rechenleistung einkaufen, um gezielte Attacken zu starten.<\/p>\n

Die j\u00fcngsten Qubic-Kampagnen, bei denen ein Netzwerk ein anderes attackierte, verdeutlichen die ver\u00e4nderte Bedrohungslage. Vorf\u00e4lle der Vergangenheit zeigen, dass kleinere Blockchains besonders gef\u00e4hrdet sind:<\/p>\n

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  • Expanse (EXP) im Juli 2019<\/li>\n
  • Litecoin Cash (LCC) mit sechs Attacken im selben Monat<\/li>\n
  • Vertcoin (VTC) im Dezember 2019<\/li>\n
  • Bitcoin Gold (BTG) im Januar 2020<\/li>\n<\/ul>\n

    K\u00f6nnte Bitcoin betroffen sein?<\/span><\/h2>\n

    Bis heute hat Bitcoin noch nie eine 51%-Attacke erlebt. Aufgrund der enormen Hashrate gilt ein solcher Angriff als astronomisch schwierig und extrem teuer. Dennoch erinnert die Vergangenheit daran, dass Risiken bestehen: 2014 erreichte der Mining-Pool GHash kurzzeitig die 51%-Marke<\/a>, zog sich jedoch freiwillig zur\u00fcck, um Zentralisierungs\u00e4ngste zu zerstreuen.<\/p>\n

    Aktuell dominieren Foundry USA (32,3 %)<\/strong> und AntPool (17,2 %),<\/strong>\u00a0zusammen also 49,5 % der Bitcoin-Hashrate. Zwar bedeutet dies nicht automatisch Gefahr, doch Beobachter warnen: Sollte es je zu einer Kooperation kommen, w\u00e4re das Risiko real.<\/p>\n

    Manche Experten betonen zudem, dass private Gruppen kaum die Ressourcen h\u00e4tten, Bitcoin dauerhaft zu attackieren, staatliche Akteure jedoch theoretisch schon. Allerdings bleibt der \u00f6konomische Anreiz schwach: Ein solcher Angriff w\u00e4re enorm kostspielig und h\u00e4tte nur geringen finanziellen Nutzen.<\/p>\n

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    JUST IN: \ud83d\udea8 #Bitcoin<\/a> is now at risk of a 51% attack because two mining pools (Foundry USA and Antpool) control over 51% of the hash power.<\/p>\n

    Bitcoin today: 2 pools (Foundry + Antpool) >51% \u2192 de facto centralization.<\/p>\n

    Kaspa today: 85% unknown miners (individual)\u2192 de facto\u2026 pic.twitter.com\/BoptfOkGUy<\/a><\/p>\n

    \u2014 \ud835\udc02\ud835\udc2b\ud835\udc32\ud835\udc29\ud835\udc2d\ud835\udc28 \ud835\udc0f\ud835\udc2b\ud835\udc28\ud835\udc2c\ud835\udc1e\ud835\udc25\ud835\udc32\ud835\udc2d\ud835\udc1e (@Crypt0Proselyte) August 20, 2025<\/a><\/p><\/blockquote>\n